In Belgien hat die Kulturbranche gegen Corona-bedingte Schliessungen von Theatern geklagt. Ein zuständiges Gericht gab ihr Recht. die Lokale öffnen wieder.
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Kulturschaffende demonstrieren in Belgien gegen die erneute Schliessung ihres Sektors. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Kuriose Situation in Belgien: Die Kulturbranche hat gegen ihre Schliessung geklagt.
  • Ein Gericht gab ihr jetzt Recht, Theater und Kulturzentren dürfen wieder öffnen.
  • Die Regierung hatte am 22. Dezember wegen der Omikron-Variante die Schliessung angeordnet.

Theater und Kulturzentren in Belgien dürfen zunächst wieder öffnen. Am Dienstagabend gab der belgische Staatsrat einem entsprechenden Eilantrag statt, wie die Nachrichtenagentur Belga berichtete. Mehrere Kulturvereinigungen hatten vor dem für verwaltungsrechtliche Fragen zuständigen Gericht gegen verschärfte Corona-Massnahmen geklagt.

Konzertsääle ungefährlich?

Der Staatsrat befand, dass nicht ausreichend nachgewiesen sei, dass es in den Sälen eine erhöhte Ansteckungsgefahr gebe. Daher seien die Schliessungen zunächst nicht gerechtfertigt.

An vielen Orten geht es nicht mehr ohne: Publikum mit Schutzmasken in einem Konzertsaal. (Archivbild)
An vielen Orten geht es nicht mehr ohne: Publikum mit Schutzmasken in einem Konzertsaal. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

Die Entscheidung stellt zunächst nur für einen Teil des Kultursektors einen Sieg gegen die als drakonisch empfundenen Massnahmen dar. Kinos müssen Belga zufolge weiterhin geschlossen bleiben. Es war zunächst unklar, ob die Entscheidung auch Konzerthallen betrifft. Weitere Klagen laufen den Berichten zufolge vor dem Staatsrat und vor einem Brüsseler Gericht.

Premierminister Alexander De Croo hatte angesichts der neuen Omikron-Variante des Coronavirus am 22. Dezember angeordnet, Theater, Kinos und Konzertsäle zu schliessen. Das hatte breite Proteste im bereits hart von der Pandemie getroffenen Kulturbereich hervorgerufen.

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