Der Vulkan in der Cumbre Vieja, der keinen offiziellen Namen hat, war am 19. September erstmals seit 50 Jahren wieder ausgebrochen.
Eruption at the Cumbre Vieja volcano
Lava fliesst am 10. Oktober 2021 den Hang des Vulkans in Cumbre Vieja in La Palma herunter. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Laut Behörden seien keine gesundheitsschädlichen Gase mehr festgestellt worden.
  • Am Vortag hatte Lava mehrere Betriebe in einem Gewerbegebiet in Brand gesetzt.

Auf der Vulkaninsel La Palma sind die Ausgehbeschränkungen für etwa 3000 Menschen am Dienstag wieder aufgehoben worden. Es seien keine gesundheitsschädlichen Gase mehr festgestellt worden, teilten die Behörden mit. Diese waren am Vortag befürchtet worden, als bis zu 1200 Grad heisse Lava mehrere Betriebe in dem Gewerbegebiet Callejón de la Gata, darunter auch ein Zementwerk, in Brand gesetzt hatte.

Der Vulkan in der Cumbre Vieja, der keinen offiziellen Namen hat, war am 19. September erstmals seit 50 Jahren wieder ausgebrochen. In den vergangenen Tagen war der Ausbruch heftiger geworden. Immer wieder kam es zu starken Explosionen, Magma wurde in die Höhe geschleudert, Rauch stieg bis in eine Höhe von mehreren Kilometern auf.

New lava stream from Cumbre Vieja eruption on Spanish island of La Palma
Blick auf La Palma von der Copernicus Sentinel-2 Mission vom 10. Oktober 2021. - keystone

Bisher wurden bis zu 1000 Gebäude zerstört und grosse Schäden in der Landwirtschaft und der Infrastruktur angerichtet. Rund 6000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen.

Viele kleine bis mittlere Erdbeben

Der Hauptstrom der bis zu 1200 Grad heissen Lava ergiesst sich schon seit knapp zwei Wochen in den Atlantik und lässt dort eine neue Landzunge entstehen. Inzwischen bildeten sich zwei Nebenströme, der nördliche wälzte sich mit zerstörerischer Wirkung durch das Gewerbegebiet, der südliche befand sich nur noch 300 Meter von der Küste entfernt.

Auch erschütterten viele kleine bis mittlere Erdbeben weiter die Kanareninsel vor der Westküste Afrikas. Seit Montagmorgen waren es etwa 120 mit Stärken bis zu 4,1, wie der staatliche TV-Sender RTVE berichtete.

Der Flughafen der Insel war nach Angaben des Betreibers Aena betriebsbereit. Im Internet wurden Flüge der Fluggesellschaften Binter und Canaryfly zur bekannteren und grösseren Nachbarinsel Teneriffa angekündigt. Eine Verbindung in die spanische Hauptstadt Madrid wurde jedoch als gestrichen angezeigt. Der Flugverkehr zu den anderen grossen Touristeninseln der Kanaren, Teneriffa, Fuerteventura, Gran Canaria oder Lanzarote, lief hingegen normal.

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