Erdbeben

    Starkes Erdbeben und neuer Lavastrom auf Vulkaninsel La Palma

    Keystone-SDA
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    Spanien,

    Auf der kanarischen Insel La Palma hat sich erneut ein starkes Erdbeben ereignet. Dabei kam es ebenfalls zu einem neuerlichen Lavastrom.

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    Es kann noch Monate dauern. - Daniel Roca/AP/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Mit der Stärke von 4,3 bebte in La Palma erneut die Erde.
    • Das Beben löste gleichzeitig einen erneuten Lavastorm aus.
    • Die Schäden durch den Nebenstorm halten sich allerdings in Grenzen.

    Ein relativ starkes Erdbeben und ein neuer Lavastrom haben auf der Vulkaninsel La Palma für neue Unruhe gesorgt. Mit einer Stärke von 4,3 sei der am Donnerstag registrierte Erdstoss der heftigste seit dem Vulkanausbruch vor zweieinhalb Wochen. Dies teilte das spanische Seismologische Institut mit.

    In Sicherheit gebracht

    Das Beben sei zwar von vielen der 85'000 Einwohner La Palmas gespürt worden. Es habe aber in rund 35 Kilometer Tiefe stattgefunden und stelle deshalb keine grosse Gefahr auch bezüglich der Vulkanaktivität dar. Dies meinten von Medien zitierte Experten. Schäden wurden vorerst nicht gemeldet.

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    Blick auf den Vulkan Cumbre Vieja, der Lava und Pyroklastika ausstösst. Foto: Kike Rincón/EUROPA PRESS/dpa - dpa-infocom GmbH

    Unterdessen entstand nach Mitteilung der Regionalbehörden ein Nebenstrom der Lava. Bisher verschonte Flächen seien dadurch in Mitleidenschaft gezogen worden, seien aber nicht sehr gross. Plantagenarbeiter und Wissenschaftler hätten allerdings in aller Eile in Sicherheit gebracht werden müssen, hiess es.

    Wegen Vulkanasche wurde am Donnerstag der Flugverkehr zur Insel für unbestimmte Zeit unterbrochen. Das teilt der Flughafen-Betreiber Aena mit. Die Fluggesellschaften Binter und Canaryfly hatten schon am Vortag angekündigt, dass sie die Insel vorerst nicht mehr anfliegen würden.

    FFP2-Maske im Freien

    Reisenden blieb damit nur der Seeweg. Die Fähren sind etwa vier Stunden bis zur nächst grösseren Nachbarinsel Teneriffa unterwegs, wo der Flugverkehr normal lief.

    Die Behörden riefen Menschen in der Nähe des Vulkans auf, wegen des Ascheregens möglichst zuhause zu bleiben. Im Freien sollen sie eine FFP2-Maske und eine Schutzbrille tragen. Bei der Asche handelt es sich um kleine Magma-Spliter, die auf der Haut wie feine Nadelstiche zu spüren sind. Dies schrieb die Zeitung «La Vanguardia».

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    Der Vulkan Cumbre Vieja stösst Lava aus. Nach einer kurzen Pause am Montagvormittag setzte sich der Ausbruch fort. Foto: Kike Rincón/EUROPA PRESS/dpa - sda - Keystone/EUROPA PRESS/Kike Rincón

    Der Vulkan im Süden der Insel, die bei Touristen bisher weniger bekannt war als andere Kanareninseln, brach am 19. September erstmals seit 50 Jahren wieder aus. Wie lange er aktiv bleiben würde, konnten Vulkanologen nicht sagen. Es könne Monate dauern, hiess es.

    Die Lava hat seit Beginn des Ausbruchs nach amtlichen Angaben mehr als 1000 Gebäude zerstört. Rund 6000 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. In der Landwirtschaft und an der Infrastruktur gibt es grosse Schäden.

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