Absturz

    Arianespace will nach Absturz wieder Vega-Rakete starten

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    Frankreich,

    Nach dem Absturz einer Vega-Rakete wird der europäische Betreiber Arianespace Flüge mit diesem Lastenträger voraussichtlich bis Ende März wieder aufnehmen.

    Eine Vega-Rakete steht am Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana. Foto: S. Martin/ESA/CNES/Arianespace/Optique Vidéo du CSG /dpa
    Eine Vega-Rakete steht am Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana. Foto: S. Martin/ESA/CNES/Arianespace/Optique Vidéo du CSG /dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Eine unabhängige Untersuchungskommission habe erste Annahmen bestätigt, dass der Absturz Mitte November nicht auf einem Designfehler der Rakete beruhte.

    Das kündigte der Chef des Unternehmens, Stéphane Israël, am Freitag in Paris an.

    Eine unabhängige Untersuchungskommission habe erste Annahmen bestätigt, dass der Absturz Mitte November nicht auf einem Designfehler der Rakete beruhte. In der Oberstufe der Rakete waren hingegen Kabel falsch angeschlossen, wie Arianespace mitteilte. Vor neuen Starts solle es nun zusätzliche Tests und Kontrollen geben.

    Die mit zwei Satelliten beladene Vega-Rakete war vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana gestartet. Die ersten drei Stufen des Lastenträgers arbeiteten planmässig. Als das Triebwerk der Oberstufe acht Minuten nach dem Start gezündet wurde, kam es jedoch zu einer Abweichung der Flugbahn. Die Mission gilt als gescheitert, die Ladung als verloren.

    Schon im Sommer 2019 war es zu einem Fehlstart einer Vega-Rakete gekommen - die Umstände waren aber andere, wie die Verantwortlichen sagten. Wahrscheinlicher Grund war ein Defekt im Triebwerk in der zweiten Raketenstufe. Die Rakete zerbrach in zwei grosse Teile.

    Die Vega ist mit 30 Metern Höhe der kleinste Lastenträger im Arsenal des europäischen Raketenbetreibers Arianespace. Sie ist für kleine Wissenschafts- und Erdbeobachtungssatelliten geeignet. Ihren Erstflug absolvierte sie am 13. Februar 2012. Sie wird hauptsächlich in Italien vom Raketenbauer Avio hergestellt. Der Betreiber nutzt ausserdem die Ariane 5 und die Sojus aus russischer Produktion.

    An Bord hatte die Vega-Rakete den Erdbeobachtungssatelliten «Seosat» und den Satelliten «Taranis» für die französische Raumfahrtbehörde CNES. Arianespace gehört zur ArianeGroup, die wiederum ein Gemeinschaftsunternehmen des europäischen Luftfahrtkonzerns Airbus und des französischen Triebwerkherstellers Safran ist.

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