Tausende Tote: Iraner lassen sich vom brutalen Regime einschüchtern
Die Proteste im Iran dauern bereits seit Ende 2025 an. Das Mullah-Regime reagiert mit zunehmender Brutalität. Bringt das die Demonstrationen zu Ende?

Das Wichtigste in Kürze
- Bereits seit Ende 2025 protestiert die iranische Bevölkerung gegen die Regierung.
- Das Mullah-Regime reagiert brutal und tötet massenhaft Protestierende.
- Nahost-Experten ordnen ein: Werden sich Protestierende dem Druck der Regierung beugen?
Die iranische Bevölkerung lehnt sich gegen das brutale Mullah-Regime auf – doch dieses lässt nicht locker.
Seit Ende 2025 protestiert die iranische Bevölkerung intensiv gegen die eigene Regierung. Was als Aufstand in Teheran von Händlern aufgrund eines Währungssturzes begann, entwickelte sich schnell zu einem landesweiten Protest.
Mittlerweile demonstriert die Bevölkerung gegen das gesamte System der Islamischen Republik und gegen deren obersten Führer, Ajatollah Ali Chamenei.
Die Reaktion der Regierung ist heftig: Abschaltung des Internetzugangs, Schussfreigabe für Sicherheitskräfte und massenhafte Tötung der Protestierenden.
Wie lange halten die iranischen Protestierenden dem Druck und der Brutalität der Regierung stand?
Bernhard Stahl, Professor für Internationale Politik an der Universität Passau, sagt gegenüber Nau.ch: «Angeblich sollen die Demos aufgrund der Brutalität der Repression mancherorts zum Erliegen gekommen sein.»
«Ohne Unterstützung hat der Aufstand keine Chance»
Ohne die Unterstützung mächtiger Pfeiler des Regimes, etwa der Polizei oder Teilstreitkräfte, habe der Aufstand keine Chance, so der Politikwissenschaftler.
Andreas Böhm, Nahost-Experte an der Universität St. Gallen, schätzt die Situation ähnlich ein. «Gefährlich für das Regime würde es, wenn Teile der Armee beispielsweise den Befehl verweigerten», sagt er zu Nau.ch.
Die iranische Bevölkerung ist eingeschüchtert
Die iranische Bevölkerung sei grösstenteils vom Vorgehen der Regierung eingeschüchtert. «Das ist wenig verwunderlich angesichts der menschenverachtenden Brutalität. Das ist das zynische Kalkül des Regimes», sagt Böhm.
In Teheran finden gemäss dem «Deutschlandfunk» keine Proteste mehr statt. Die Verhaftungen gehen scheinbar aber weiter.
Es sehe danach aus, als würden sich die Menschen der Hauptstadt auf eine militärische Reaktion aus dem Ausland vorbereiten.
So soll eine Journalistin vor Ort lange Schlangen vor den Tankstellen beobachtet haben. Die Bürger hätten Angst davor, was als Nächstes kommen könnte.

















