Coronavirus

    Amtsärzte zu Corona-Erfassung: «Keine Luft mehr nach oben»

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    Deutschland,

    Die Arbeitsbelastung in deutschen Gesundheitsämtern ist angesichts der Rekordzahlen an Corona-Neuinfektionen enorm hoch. Experten beklagen Corona-Lockerungen in Anbetracht der Lage.

    Gesundheitsämter verzichten bereits wieder auf Bundeswehr-Hilfe.
    Gesundheitsämter verzichten bereits wieder auf Bundeswehr-Hilfe. - Philipp Schulze/dpa

    Die Lage in den Gesundheitsämtern ist angesichts von Corona-Infektionszahlen auf Rekordniveau weiterhin sehr angespannt.

    Bei den Kapazitäten für die Erfassung gebe es «keine Luft mehr nach oben», betonte der Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD), Johannes Niessen, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Die Arbeitsbelastung sei enorm hoch.

    Niessen, der Leiter des Gesundheitsamts Köln und Mitglied im Expertenrat der Bundesregierung ist, zeigte sich unzufrieden mit der aktuellen Entwicklung: Einerseits werde signalisiert, dass die Omikron-Variante weniger schwere Verläufe verursache und es werde «gegen den Expertenrat bei höchsten Infektionszahlen» gelockert. Andererseits solle es weiter Kontaktpersonenmanagement, Quarantäne und Isolation «wie am Beginn der Pandemie und ohne Impfschutz» geben.Aufgaben der Ämter

    Helfer der Bundeswehr und aus anderen Teilen der Kreisverwaltung seien mittlerweile abgezogen worden. Die Ämter betrieben aber weiterhin Kontaktpersonenmanagement zumindest bei Ausbrüchen in Pflege- und Gemeinschaftseinrichtungen, sagte Niessen. Hinzu kämen nun die Meldungen zu ungeimpften Mitarbeitern in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen im Rahmen der einrichtungsbezogenen Impfpflicht, die seit einigen Tagen gilt.

    Auch die Schuleingangsuntersuchungen, die die Kinder- und Jugendgesundheitsdienste derzeit vornehmem müssten, forderten Einsatz. Darüber hinaus bedeute die Ankunft von Flüchtlingen aus der Ukraine Zusatzaufgaben verschiedener Art – so würden die Kinder vor Kita- und Schulbesuch ebenfalls untersucht.

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