Wladimir Putin warnt Europa vor weiterer Eskalation
Russland wolle keinen Krieg mit Europa, sagt der Kreml-Chef Wladimir Putin. Doch bei einer weiteren Zuspitzung werde es «überhaupt keine Gewinner geben».

Das Wichtigste in Kürze
- Putin warnt Europa vor einer weiteren Eskalation und einem Krieg ohne Gewinner.
- Russland sei auf einen Krieg vorbereitet, wolle aber keine Konfrontation mit Europa.
- In der Ostsee könnten Einschränkungen der Schifffahrt neue Spannungen auslösen.
Russlands Präsident Wladimir Putin hat Europa laut Medienberichten vor einer weiteren Eskalation gewarnt.
Nach einem Gipfel mit afrikanischen Staatschefs sagte er auf einer Pressekonferenz in Moskau: «Zunächst einmal sind wir bereit, aber wir wollen keinen Krieg mit Europa.»
Wladimir Putin: Wird «überhaupt keine Gewinner geben»
Der Westen habe sein Ziel, Russland eine strategische Niederlage zuzufügen, bislang nicht erreicht. Auch bis 2030 werde dies kaum gelingen, gab sich der Kreml-Chef überzeugt.
Sollte die Konfrontation weiter eskalieren, werde es «überhaupt keine Gewinner geben», sagte der Kreml-Chef laut dem britischen «Independent».
Er verwies dabei auch auf die Lage in der Ostsee. Dort kam es zuletzt wiederholt zu Spannungen wegen russischer Kriegsschiffe, Drohnen, Schiffen der sogenannten Schattenflotte und beschädigter Unterwasserinfrastruktur.
Russland wolle die Schifffahrt nicht behindern, sagte Putin. Einschränkungen könnten jedoch eine Lage schaffen, die mit der angespannten Situation in der Strasse von Hormus vergleichbar sei.
Gleichzeitig zeigte sich Putin offen für eine Wiederaufnahme von Kontakten mit europäischen Staaten. Er verwies auf ein jüngstes Telefonat mit dem finnischen Präsidenten Alexander Stubb und dem norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre.
Beide hatten rund 90 Minuten mit Putin über den Ukraine-Krieg, die Sicherheitslage in Nordeuropa und die westlich-russischen Beziehungen gesprochen.
Europäische Staaten kritisieren Gespräche
Die Gespräche sorgten innerhalb Europas für Kritik. Mehrere Nato- und EU-Staaten sowie Schweden und Dänemark bemängelten laut dem Bericht, die Initiative sei nicht ausreichend abgestimmt gewesen.
Wladimir Putin betonte, Stubb und Støre hätten nicht im Namen der Europäischen Union gesprochen, sondern als Vertreter ihrer eigenen Länder.
Parallel dazu dauern die russischen Angriffe auf die Ukraine an. Zugleich gibt es nach Darstellung des Artikels vorsichtige diplomatische Annäherungsversuche.
Seit Dienstag gilt zudem ein Waffenstillstand in und um die von Russland besetzte südukrainische Stadt Oleschky.



















