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    Airlines warnen vor Reiseverzögerungen durch EU-Impfzertifikat

    AFP
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    Belgien,

    Europäische Airlines und Flughafenbetreiber haben vor Verzögerungen bei der Passagierabfertigung durch den Start des EU-Impfzertifikats zum 1. Juli gewarnt.

    QR-Code eines digitalen Impfnachweises
    QR-Code eines digitalen Impfnachweises - POOL/AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Check-in-Dauer für Passagiere diesen Sommer könnten bis zu 500 Prozent länger dauern.
    • Grund dafür sind uneinheitliche Vorgehensweisen in den Ländern und doppelte Kontrollen.
    • Flughäfen und Airlines sehen dadurch sogar den Neustart bei Flugreisen gefährdet.

    Es gebe «grosse Betriebsrisiken aufgrund der uneinheitlichen Vorgehensweise der Mitgliedstaaten», erklärten die Verbände europäischer Fluggesellschaften und Airport-Betreiber am Dienstag. Dies und doppelte Dokumentenkontrollen könnten zu 500 Prozent höheren Check-in-Zeiten für die Passagiere führen.

    Neustart der Flugreisen ist gefährdet

    Die Verbände Airlines for Europe, Airports Council International, European Regions Airline Association und der internationale Luftfahrtverband Iata erklärten: «Es gefährdet den Erfolg des Neustarts der Flugreisen in diesem Sommer. Und wird die Freizügigkeit der Bürger in der gesamten EU untergraben.»

    holidaycheck group
    Ein Flugzeug startet an einem Flughafen. (Symbolbild) - Keystone

    Sie forderten demnach die EU-Staats- und Regierungschefs am Montag in einem Brief auf: Sie sollen die Überprüfungsstandards und -protokolle harmonisieren, «um unnötige Flughafenschlangen zu verhindern».

    Leitlinien für europaweite Plattform

    Die Verbände wandten sich auch an die EU-Kommission, die ab dem 1. Juli eine europaweite Plattform bereitstellt, um unterschiedliche nationale Lösungen für das Zertifikat kontrollierbar zu machen. Diese habe daraufhin am Montag Leitlinien für die Mitgliedstaaten herausgegeben, um die Probleme anzugehen, hiess es.

    BAG
    Eine Sitzreihe in einem Flugzeug. (Symbolbild) - keystone

    Airlines und Airports fordern unter anderem, dass die Kontrolle der Corona-Zertifikate schon vor der Abfahrt zum Flughafen erfolgen kann. Dabei müssten staatliche Online-Portale zur Überprüfung bereitgestellt werden. Dies, damit die Kontrolle direkt durch die Behörden erfolgen könne und der Aufwand für die Fluggesellschaften begrenzt bleibe.

    Verzicht auf Kontrolle am Zielort

    Verbleibende Kontrollen am Flughafen müssten durch eine einheitliche Überprüfungs-App erfolgen können, hiess es weiter. Auf die Kontrolle des Impf-Zertifikats am Zielort solle zudem verzichtet werden. Denn dies habe «geringen medizinischen Nutzen und könnte zu unnötiger Schlagenbildung führen».

    Passagiere Flughafen
    Passagiere am Flughafen Schönefeld. - AFP/Archiv

    Das digitale Corona-Zertifikat soll Reisen erleichtern. Die Mitgliedstaaten haben zugesichert, bei Inhabern auf Quarantäne- oder Testpflichten zu verzichten. Der EU-Impfpass kann auch Angaben über Tests oder überstandene Corona-Infektionen enthalten. All dies wird in einem QR-Code gespeichert, der entweder auf dem Mobiltelefon oder ausgedruckt mitgeführt wird.

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