AfD

AfD-Brandmauer spaltet deutsche Wirtschaftsverbände

Sandra Morgenroth
Sandra Morgenroth

Deutschland,

Die Debatte um die AfD-Brandmauer erreicht die deutsche Wirtschaft. Einige Verbände öffnen sich für Gespräche, andere halten strikt Abstand.

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AfD-Brandmauer: Einige Verbände öffnen den Dialog mit der AfD, während andere strikt an der Brandmauer gegen extremistische Kräfte festhalten. (Symbolbild) - AFP/Archiv

Der Verband «Die Familienunternehmer» hat angekündigt, künftig auch mit AfD-Abgeordneten zu sprechen und damit sein bisheriges Kontaktverbot aufzuheben. Verbandspräsidentin Marie-Christine Ostermann verwies darauf, dass die bisherige Ausgrenzung keinen Erfolg gebracht habe und viele Mitglieder den Kurswechsel unterstützten.

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Die Reaktion fiel deutlich aus. Die Drogeriemarktkette Rossmann kündigte ihre Mitgliedschaft im Verband, so die «Bild».

Zuvor hatte bereits die Deutsche Bank die Nutzung ihrer Berliner Räumlichkeiten für eine Veranstaltung untersagt.

Bäcker und Land- und Forstbetriebe für begrenzten Dialog

Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks lehnt eine aktive Annäherung an die AfD ab, schliesst Gespräche auf Anfrage aber nicht aus.

filiale rossmann
AfD-Brandmauer: Rossmann verlässt den Verband, die Deutsche Bank untersagt die Nutzung ihrer Räumlichkeiten für AfD-Veranstaltungen. (Symbolbild) - Keystone

Verbandsvertreter verweisen darauf, dass der Respekt vor dem Abgeordnetenmandat einen sachlichen Austausch mit allen im Parlament vertretenen Parteien rechtfertigen könne. Ähnlich argumentiert der Verband «Familienbetriebe Land und Forst».

Präsident Max von Elverfeldt betonte, Interessenverbände müssten gegenüber allen demokratisch gewählten Parteien gesprächsbereit bleiben. Nur so, könnten die Anliegen ihrer Mitglieder wirksam vertreten werden.

Grosse Industrieverbände halten AfD-Brandmauer aufrecht

Andere Spitzenverbände positionieren sich deutlich gegen eine Öffnung, wie die «Bild» weiter berichtet. Der Bundesverband der Deutschen Industrie sieht demnach «keine Schnittmenge» mit der AfD.

Der Verband warnt, deren populistische Positionen könnten stabile wirtschaftliche Rahmenbedingungen untergraben. Der Verband der Chemischen Industrie betont ebenfalls, es gebe weder wirtschaftlich noch gesellschaftlich Gemeinsamkeiten mit der AfD.

Der Markenverband und der Handelsverband Deutschland lehnen Gespräche mit Parteien mit extremistischen Positionen ab. Sie verweisen auf die Gefahr für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt, wie die «Tagesschau» meldet.

Mittelstand bewertet AfD-Strategie als umstritten

Der Bundesverband Mittelständische Wirtschaft stellte fest, dass die hohen AfD-Umfragewerte zeigten, wie umstritten die Brandmauer-Strategie sei. Darüber berichtet die «Bild».

Gleichzeitig unterstreicht der Verband, dass dies keine Öffnung gegenüber extremistischen Kräften bedeute. Extremistische Parteien gefährdeten das Erfolgsmodell Mittelstand.

Kommentare

User #4634 (nicht angemeldet)

Es ist gut, wenn die ganze unangebrachte Hysterie bröckelt. Reinster Kindergarten. Ätsch, wir reden nicht mit der AFD......

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