Rentenreform

    175 verletzte Polizisten bei Protesten gegen Rentenreform

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    Frankreich,

    Bei erneuten Protesten gegen die Rentenreform in Frankreich wurden 175 Polizisten verletzt. Insgesamt waren 13'000 Beamte im Einsatz.

    Bereitschaftspolizisten hinter einer brennenden Barrikade in Nantes.
    Bereitschaftspolizisten hinter einer brennenden Barrikade in Nantes. - Jeremias Gonzalez/AP/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Hunderttausende gingen in Frankreich wieder gegen die Rentenreform auf die Strasse.
    • Bei den Ausschreitungen wurden zahlreiche Beamte verletzt.
    • Zudem gab es bisher über 200 Festnahmen.

    Erneut ist es bei den Protesten in Frankreich gegen die Rentenreform in mehreren Städten zu Ausschreitungen gekommen. Dabei seien 175 der rund 13'000 Polizisten und Gendarmen, die gestern im Einsatz gewesen seien, verletzt worden, schrieb Innenminister Gérald Darmanin in der Nacht auf Twitter.

    Verstehen Sie die Wut über die Rentenreform in Frankreich?

    201 Menschen seien nach einer vorläufigen Bilanz festgenommen worden. Krawalle und Sachbeschädigungen gab es Medienberichten zufolge nicht nur in Paris, sondern auch in Nantes, Rennes, Lille, Bordeaux, Calais, Dijon, Toulouse, Strassburg und Caen. Die Polizei setzte an einigen Orten Wasserwerfer und Tränengas ein.

    Kein Einlenken der Regierung in Sicht

    Gestern hatten erneut Hunderttausende gegen die Rentenreform von Präsident Emmanuel Macron protestiert. Das Innenministerium sprach von landesweit etwa 740'000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Der Gewerkschaft CGT zufolge beteiligten sich mehr als zwei Millionen Menschen am Protest. Die über Wochen friedlichen Proteste wurden zuletzt von massiver Gewalt und Auseinandersetzungen überschattet.

    Die Proteste richten sich gegen die schrittweise Anhebung des Renteneintrittsalters von 62 auf 64 Jahre. Die Mitte-Regierung will mit der Reform eine drohende Lücke in der Rentenkasse schliessen. Der Streit verschärfte sich, weil die Regierung den Text ohne Abstimmung durch die Nationalversammlung drückte.

    Demonstrations against pension reform in France
    Auch am Dienstag kam es in Frankreich wieder zu heftigen Protesten gegen die Rentenreform. - keystone

    Vor einer Woche scheiterten zwei Misstrauensanträge gegen die Regierung. Die Reform ist damit verabschiedet. Sie wird nun vom Verfassungsrat überprüft. Macron will, dass die Reform bis zum Jahresende in Kraft tritt. Trotz der anhaltenden Proteste ist kein Einlenken der Regierung in Sicht.

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