China meldet trotz Null-Covid-Strategie 40'000 Infektionen mit dem Coronavirus pro Tag. Experten sehen dort den idealen Nährboden für gefährliche Varianten.
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Anwohner von Peking stehen am Samstag, 26. November, an, um sich auf das Coronavirus testen zu lassen. - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • China setzt seit Ausbruch des Coronavirus in Wuhan auf eine Null-Covid-Strategie.
  • Dennoch explodieren die Infektionszahlen derzeit regelrecht.
  • Solch hohe Infektionsraten bieten laut Experten dem Virus beste Bedingungen zur Mutation.

China versinkt im Corona-Chaos: Trotz Null-Covid-Strategie steigen die Infektionszahlen explosionsartig an. In nur zwei Wochen haben sich die Zahlen verdoppelt. Aktuell verzeichnet das Land rund 40'000 Neu-Infektionen mit dem Coronavirus pro Tag.

Dies, obwohl die Regierung weiterhin auf äusserst strikte Massnahmen setzt. Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, müssen einige Bürger seit mehr als drei Monaten zu Hause bleiben. Dies hat nun eine grosse Protestwelle in vielen chinesischen Städten ausgelöst.

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Trotz der Null-Covid-Strategie der Regierung verzeichnete China täglich rund 40'000 neue Fälle mit dem Coronavirus.
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Die Regierung setzte auf rigide Massnahmen.
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Ganze Wohnblöcke und -viertel mussten in den Lockdown und die Bewohner zu Hause bleiben – teils wochen- und monatelang.
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In den letzten Wochen ist es nun in mehreren chinesischen Städten zu Protesten gegen die Corona-Massnahmen gekommen.
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Dabei forderten sie unter anderem den Rücktritt von Chinas Präsidenten Xi Jinping.
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Nun hat China einen Teil der strengen Massnahmen aufgehoben und appelliert an die Selbstverantwortung.

Einige Forscher sehen in China den «idealen» Nährboden für neue gefährliche Mutationen des Coronavirus, wie «Daily Mail» berichtet. Grund dafür seien die tiefe Impfquote und dass China von früheren Wellen verschont geblieben sei. Die aktuell hohen Infektionsraten könnten so zu einer tödlicheren und das Immunsystem schwächenden Variante führen.

Coronavirus: China als «Nährboden für die Evolution von Viren»

«Jede einzelne Covid-Infektion bietet dem Virus die Möglichkeit, sich zu verändern», warnt Mikrobiologe Simon Clarke. Masseninfektionen grossen Ausmasses seien «ein Nährboden für die Evolution von Viren».

Werden Sie sich zum zweiten Mal boostern lassen?

Dadurch könnten die Viren bestehende Immunitäten etwa besser umgehen. Zudem scheine der chinesische Corona-Impfstoff weniger wirksam zu sein, was möglicherweise zum Problem beitrage. Hinzu kommt, dass die Menschen in China durch die Null-Covid-Strategie nur eine begrenzte natürliche Immunität aufgebaut haben.

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