Kristi Noem dankt Trump nach Entlassung
Nach ihrer Absetzung durch Trump bedankt sich die Ex-Ministerin Kristi Noem und lobt die Arbeit ihres Ministeriums.

US-Präsident Donald Trump entliess seine Heimatschutzministerin Kristi Noem mit sofortiger Wirkung. Ihr Nachfolger wird Senator Markwayne Mullin aus Oklahoma, berichtet das «Handelsblatt».
Noem reagierte auf ihre Entlassung mit einem Dankesschreiben an den Präsidenten. «Vielen Dank, Präsident Trump», heisst es in einer Mitteilung des Ministeriums, in der Noem zitiert wird, berichtet «Comdirect».
Sie betonte, das Ministerium habe historische Erfolge bei der Sicherung Amerikas erzielt. Die sicherste Grenze in der US-Geschichte sei unter ihrer Führung entstanden, so Noem.
Trump beruft Kristi Noem nach Anhörung im Senat ab
Die Entlassung erfolgte nach monatelanger Kritik an der 54-Jährigen. Bei einer Anhörung im Senat gab Noem unter Eid an, Trump habe eine 220 Millionen Dollar teure Werbekampagne genehmigt.
Der Präsident bestritt dies umgehend und war darüber verärgert, schreibt der «Tagesspiegel». Senator John Kennedy berichtete, Trump habe ihn nach der Anhörung angerufen.
Der Präsident sei «kein glücklicher Cowboy» gewesen, so Kennedy. Die Kampagne kostete Millionen und ging ohne Ausschreibung an Firmen mit Verbindungen zu Noems Umfeld.
Tödliche Einsätze in Minneapolis belasteten Noem
Schwer wogen auch tödliche Vorfälle bei Einsätzen der Einwanderungsbehörde ICE, berichtet das «Handelsblatt». Im Januar starben zwei US-Bürger durch Schüsse von Bundesbeamten in Minneapolis.
Noem bezeichnete eines der Opfer öffentlich als «inländischen Terroristen», obwohl diese Darstellung später durch Videos widerlegt wurde. Eine Entschuldigung für die Vorfälle verweigerte sie auch vor dem Kongress.

Dies führte zu massiven Protesten im ganzen Land. Selbst Republikaner forderten ihren Rücktritt.
Mullin übernimmt das Heimatschutzministerium
Der designierte Nachfolger Markwayne Mullin sitzt seit 2023 im Senat. Der frühere Mixed-Martial-Arts-Kämpfer gilt als loyaler Trump-Anhänger, schreibt «T-Online».
Mullin sagte, er habe kurz vor Noems Entlassung den Anruf erhalten. Ein kleiner Junge aus Oklahoma werde nun im Kabinett dienen – das sei ziemlich ordentlich, so Mullin.
Noem bleibt der Regierung erhalten. Sie übernimmt den Posten als Sondergesandte für eine neue Sicherheitsinitiative namens «Schild Amerikas», wie das «ZDF» berichtet.












