Volkskongress nennt tiefstes Wachstumsziel seit Jahrzehnten

    Esada Kunic
    Esada Kunic

    China,

    Peking gibt beim Volkskongress das niedrigste Wirtschaftswachstum seit Jahrzehnten vor. Das Ziel zeigt die wirtschaftlichen Herausforderungen der Volksrepublik.

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    China präsentiert beim Volkskongress das niedrigste Wachstumsziel seit Jahrzehnten. - keystone

    Der Nationale Volkskongress in Peking hat ein historisch niedriges Wachstumsziel bekannt gegeben. Ministerpräsident Li Qiang kündigte vor rund 2800 Delegierten ein Ziel von 4,5 bis 5 Prozent an.

    China nimmt damit deutlich Tempo aus der Wirtschaftsentwicklung, wie das «SRF» meldet. Das neue Wachstumsziel ist das tiefste seit Jahrzehnten.

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    Einen Wert von 4,5 Prozent gab es im Jahr 1991 zuletzt. Die Volksrepublik reagiert damit auf anhaltende wirtschaftliche Schwierigkeiten seit der Corona-Pandemie, berichtet das «SRF».

    Strukturelle Probleme belasten Wirtschaft

    Seit Covid kommt Chinas Wirtschaft nicht mehr richtig in Gang. Lohnkürzungen, eine andauernde Immobilienkrise und hohe Jugendarbeitslosigkeit prägen das Bild.

    Die chinesische Führung spricht deshalb von qualitativ hochstehendem statt maximalem Wachstum, erklärt das «SRF». Ministerpräsident Li Qiang verwies auf ein zunehmend komplexes externes Umfeld.

    Er sprach von Veränderungen, wie sie die Welt seit einem Jahrhundert nicht gesehen habe. Der Handelsstreit mit den USA verschärft die Lage zusätzlich, meldet das «ZDF».

    Fünfjahresplan setzt neue Prioritäten

    Der neue Fünfjahresplan bis 2030 wird im Verlauf des achttägigen Volkskongresses verabschiedet. Die Regierung sieht grosses Potenzial in neuen Technologien wie Robotik, Künstlicher Intelligenz und Biotech.

    volkskongress jahrzehnten
    Präsident Xi Jinping beim Volkskongress – China erwartet das geringste Wirtschaftswachstum seit Jahrzehnten. - keystone

    Auch der Konsum soll angekurbelt werden. Peking sieht hier grosses Potenzial für die wirtschaftliche Entwicklung.

    Signifikante Massnahmen mit entsprechenden Investitionen fehlen allerdings bisher, kritisieren Beobachter laut «SRF».

    Unabhängigkeit als strategisches Ziel

    China strebt nach mehr Unabhängigkeit. Einerseits technologisch und wissenschaftlich, anderereits soll die Binnenwirtschaft gestärkt werden, schreibt «SRF».

    Experten vom China-Forschungsinstitut Merics in Berlin verweisen darauf, dass Sozialpolitik häufig ins Hintertreffen gerate. Andere Prioritäten würden dominieren, zitiert der «Tagesspiegel» Katja Drinhausen von Merics.

    Die Verteidigungsausgaben sollen um 7,2 Prozent steigen. China plant damit umgerechnet rund 230 Milliarden Euro (etwa 208,6 Milliarden Franken) für seine Streitkräfte ein, meldet das «ZDF».

    Kommentare

    User #4170 (nicht angemeldet)

    Mehr Investitionen in den ländlichen Gebieten der VR China könnten das Wirtschaftswachstum auf hohen Niveau stabilisieren. Hehehe. LOL.

    User #7842 (nicht angemeldet)

    Von dem Wachstum können wir selbst nur träumen.

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