Zwei Euro verlangt der italienische Kaffeemeister Francesco Sanapo für einen Espresso. Zu viel, findet ein Kunde und ruft die Polizei – die gibt ihm recht.
Espresso
Zwei Euro für einen Espresso waren dem Kunden zu viel. - Pixabay

Das Wichtigste in Kürze

  • In Florenz bestellt ein Kunde ein Espresso und ruft die Polizei.
  • Der Preis war nicht auf oder hinter der Theke angeschrieben.
  • Deshalb büssen die Beamten das Café mit 1000 Euro.

Ein entkoffeinierter Espresso sorgt in Italien für Streit.

Ein Mann geht in Florenz in das bekannte Café «Ditta Artigianale» von Francesco Sanapo, dem mehrfachen Kaffeemeister Italiens. Er bestellt das Heissgetränk und ruft – als er die Rechnung sieht – die Polizei. Der Grund: Der Espresso soll ihn zwei Euro (2,05 Franken) kosten.

Wucher, findet der Café-Besucher. Denn in der italienischen Stadt ist es quasi ein ungeschriebenes Gesetz, dass es einen Espresso immer für einen Euro gibt.

1000 Euro Busse fürs Café

Als die Beamten eintreffen, geben sie dem wütenden Kunden recht. Sie büssen das Lokal mit 1000 Euro. Was dem Café um die Ohren gehauen wird, dass der aussergewöhnliche Preis nicht auf oder hinter der Theke angeschrieben ist.

Dies wäre Voraussetzung. Wie «La Natione» berichtet, war nur ein digitales Menü mittels QR-Codes aufrufbar.

Finden Sie die Strafe gerechtfertigt?

Café-Besitzer Sanapo verteidigt den Preis. Demnach stammt der entkoffeinierte Kaffee von einer kleinen mexikanischen Plantage. Er beklagt sich aber weniger über die Strafe als über die Beweggründe des Kunden. Jemand, der so wütend über den Preis sei, dass er die Polizei ruft, schätze die hohe Qualität nicht wert.

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