Kaffeeliebhaber mit einem empfindlichen Magen sollten das Trinken von Espresso ausprobieren. Das empfiehlt zumindest eine Expertin.
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Espresso soll laut Experten magenschonender sein als herkömmlicher Kaffee. - Unsplash

Das Wichtigste in Kürze

  • Espresso ist laut Expertin bei einem empfindlichen Magen besser als herkömmlicher Kaffee.
  • Durch die Röstung und Zubereitung enthält Espresso weniger reizende Stoffe.
  • Kaffee auf nüchternem Magen sollte vermieden werden.

Die Diplom-Ökotrophologin Birgit Warnecke vom Deutschen Kaffeeverband in Hamburg empfiehlt Menschen mit empfindlichem Magen, Espresso statt Kaffee zu trinken.

Espresso enthalte – bedingt durch Röstung und Zubereitung – etwas weniger Stoffe, die einen empfindlichen Magen möglicherweise reizen könnten, als andere Kaffeezubereitungen.

«Der vielfach kommunizierte Ratschlag, zur besseren Verträglichkeit auf langzeitgerösteten Kaffee auszuweichen, ist ein Mythos, der auf einem veralteten Wissensstand basiert», sagt Warnecke.

Kaffeebohnen
Beim Kaffee gibt es unterschiedliche Qualitäten. - Unsplash

Fakt sei, dass eine Langzeitröstung zwar für einen stärkeren Abbau der Chlorogensäuren sorge.

Da diese im Röstkaffee beziehungsweise in der Tasse jedoch keineswegs auf den Magen schlügen, sondern diesen wahrscheinlich sogar eher schützten, sei die Aussage zur besseren Verträglichkeit von langzeitgeröstetem Kaffee heute überholt.

Lieber nicht auf nüchternen Magen

«Wenn man unter einem bereits angegriffenen Magen leidet, sollte man es vermeiden, Kaffee – wie im Übrigen auch viele weitere Lebensmittel – auf nüchternen Magen zu trinken», rät die Expertin ausserdem.

Hier biete sich auch die Zugabe von Milch an, da dadurch der direkte Kontakt des Kaffees mit der Magenschleimhaut reduziert werde.

Da das Koffein verdauungsanregend wirke, werde entkoffeinierter Kaffee zum Teil auch besser vertragen als koffeinhaltiger.

Er sei natürlich vor allem dann auch eine gute Alternative, wenn man auf die anregende und wachmachende Wirkung des Koffeins verzichten möchte.

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