Gewalt

Vereinte Nationen fordern Untersuchung zu Protest-Gewalt im Libanon

Keystone-SDA
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Libanon,

Nach mehrfachen gewaltsamen Zusammenstössen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften im Libanon haben die Vereinten Nationen eine Untersuchung gefordert.

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Teilnehmer einer Demonstration für politische und wirtschaftliche Reformen schwenken libanesische Flaggen und rufen Slogans. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Seit Wochen gibt es Proteste im Libanon, bei denen es teilweise zu Gewalt kommt.
  • Die Uno fordert deshalb eine Untersuchung der Zusammenstösse.

Die Vorfälle zwischen den Demonstranten und der Polizei müssten geprüft werden, fordern die Vereinten Nationen. Insbesondere der mögliche übermässige Einsatz von Gewalt durch Sicherheitskräfte müsse kontrolliert werden.

Vereinte Nationen warnen vor Zunahme der Gewalt

Das schrieb der Uno-Sonderkoordinator für den Libanon, Ján Kubiš, am Montag auf Twitter. Sonst drohten die Beteiligten, in noch «aggressiveres und konfrontativeres Verhalten abzurutschen».

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Seit Wochen gibt es Proteste im Libanon. - keystone

Im Libanon waren am Samstag laut Augenzeugen Dutzende Menschen verletzt worden, als Demonstranten vor das Parlamentsgebäude in Beirut drängten. Aus Kreisen des Roten Kreuzes hiess es, mindestens 70 Menschen hätten nach dem Einsatz von Tränengas Atembeschwerden gehabt.

Dutzende Verletzte auf beiden Seiten

Am Sonntag warfen Demonstranten laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur LAN Feuerwerkskörper und Flaschen auf Sicherheitskräfte. Nach offiziellen Angaben wurden durch Steinwürfe mindestens 27 Polizisten verletzt.

Lebanon Protests
Demonstranten in Beirut, Libanon. - keystone

Es waren die schwersten Zusammenstösse seit Beginn der regierungskritischen Proteste im Libanon vor rund zwei Monaten. Die Veranstalter erklärten, dass «Eindringlinge» der schiitischen Hisbollah und der Amal-Bewegung für die Gewalt verantwortlich seien.

Vereinte Nationen besorgt über Lage im Libanon

Das kleine Mittelmeerland ist hoch verschuldet und leidet unter einer akuten Wirtschaftskrise. Die Proteste hatten Ende Oktober zum Rücktritt von Ministerpräsident Saad Hariri geführt.

Er war am Montag aber als einziger aussichtsreicher Kandidat im Gespräch und könnte seinen alten Posten damit erneut einnehmen. Hariri ist derzeit geschäftsführend im Amt.

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