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    UN-Generalsekretär warnt vor humanitärer Katastrophe in Afghanistan

    Keystone-SDA
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    USA,

    Die USA haben sich endgültig aus Afghanistan zurückgezogen. Nun hat die UNO vor einer humanitären Katastrophe im Land gewarnt.

    António Guterres
    Die UNO warnt vor einer humanitären Katastrophe in Afghanistan. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • António Guterres hat vor einer humanitäre Katastrophe in Afghanistan gewarnt.
    • Fast die Hälfte der Bevölkerung sei auf humanitäre Hilfe angewiesen.
    • Alle Mitgliedsstaaten werden dazu aufgefordert, sich für die Menschen dort einzusetzen.

    UN-Generalsekretär António Guterres hat nach dem Abzug der letzten US-Soldaten aus Afghanistan und dem Ende der Evakuierungsaktion vor dem völligen Zusammenbruch der Grundversorgung in dem Land gewarnt. «Eine humanitäre Katastrophe bahnt sich an», sagte Guterres am Dienstagabend (Ortszeit) in New York.

    Die Menschen verlören jeden Tag den Zugang zu elementaren Gütern und Dienstleistungen. «Fast die Hälfte der Bevölkerung Afghanistans – 18 Millionen Menschen – sind auf humanitäre Hilfe angewiesen, um zu überleben. Jeder dritte Afghane weiss nicht, woher seine nächste Mahlzeit kommen wird. Mehr als die Hälfte aller Kinder unter fünf Jahren wird im nächsten Jahr voraussichtlich akut unterernährt sein.»

    António Guterres
    Uno-Generalsekretär Antonio Guterres vor der Presse. - dpa

    Guterres sagte, alle Mitgliedstaaten seien aufgefordert, «sich für die Menschen in Afghanistan in ihrer dunkelsten Stunde der Not einzusetzen». Sie sollten rechtzeitig, flexibel und umfassend Mittel bereitstellen. In der nächsten Woche würden Einzelheiten über den dringendsten humanitären Bedarf und den Finanzierungsbedarf für die nächsten vier Monate bekannt gegeben.

    Die afghanischen Kinder, Frauen und Männer bräuchten jetzt mehr denn je die Unterstützung und Solidarität der internationalen Gemeinschaft, sagte Guterres. In diesem Jahr hätten bereits acht Millionen Menschen Hilfe bekommen.

    Afghanistan
    Eine Mutter trauert um ihren Sohn, der beim Anschlag in Kabul ums Leben kam. - AP Photo

    Angesichts der schweren Dürre und des bevorstehenden harten Winters müssten dringend zusätzliche Nahrungsmittel, Unterkünfte und medizinische Hilfsgüter in das Land gebracht werden.

    «Ich fordere alle Beteiligten auf, den sicheren und ungehinderten Zugang für lebensrettende und lebenserhaltende Hilfsgüter sowie für alle humanitären Helfer zu ermöglichen.»

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