Trump droht mit Sprengung – Eklat um Irans Delegation
Rubio soll Irans Delegation aus New York gewiesen haben, Teheran widerspricht. Trump sagt, die USA müssten über Sprengung oder Deal entscheiden.

Die indirekten Gespräche über die Strasse von Hormus sind laut der «Frankfurter Rundschau» am Montag gescheitert. US-Aussenminister Marco Rubio ordnete danach an, dass Irans Delegation der UN-Generalversammlung New York umgehend verlassen müsse.
«Axios» stützt sich auf einen US-Beamten und eine zweite Quelle, die mit den Vorgängen vertraut sei. Aussenminister Abbas Araghchi und sein Team bestiegen am Dienstag um 1.20 Uhr eine Maschine nach Doha.
Die iranische UN-Mission wies die Darstellung Washingtons umgehend zurück, wie die «Frankfurter Rundschau» schreibt. Die Abreise sei gemäss dem Zeitplan erfolgt, den das US-Aussenministerium bereits am 17. September erhalten habe.
Trump lehnt Teherans Vorschlag ab
Wie die «Frankfurter Rundschau» berichtet, hatte Trump zuvor einen iranischen Kompromissvorschlag zur Öffnung der Strasse von Hormus zurückgewiesen. Teheran hatte über katarische Vermittler einen Sieben-Tage-Plan vorgelegt, der an ein Ende der US-Seeblockade geknüpft war.
Trump dementierte zudem Medienberichte über gelockerte Sanktionen und freigegebene Vermögenswerte. Er habe Teheran nichts angeboten, liess der US-Präsident auf der Plattform Truth Social wissen.
Trump sagte am Mittwoch: «Vielleicht sprenge ich sie in die Luft.» Die USA würden Iran in die Luft sprengen oder eine Einigung erzielen: «Es wird sehr bald so oder so enden.»
Neue Sanktionen
Das US-Finanzministerium verhängte laut der «Frankfurter Rundschau» Sanktionen gegen zehn Personen und Organisationen in mehreren Ländern. Ihnen wird vorgeworfen, in China, Hongkong, Pakistan, Saudi-Arabien und der Türkei Waffenteile für Teheran zu beschaffen.

«Axios» bezeichnet Rubios Schritt als äusserst ungewöhnliche diplomatische Rüge, die das tiefe Misstrauen beider Länder offenlege. Eine zweite Quelle bestätigte die Aufforderung, betonte aber, Araghchi sei ohnehin für Montagabend zur Abreise eingeplant gewesen.
Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf wies laut «FXStreet» die Aussage von US-Finanzminister Scott Bessent zurück, Iran stehe vor dem wirtschaftlichen Kollaps. Washington steuere vielmehr auf eine eigene Schuldenkrise zu, argumentierte der iranische Politiker.
















