Baselland

    Kanton Basel-Landschaft: Rund 750 Schweine wegen Tierseuche getötet

    In einem Schweinemastbetrieb im Kanton Basel-Landschaft ist die Enzootische Pneumonie nachgewiesen worden. Der Betrieb wurde geräumt und wird nun desinfiziert.

    Kanton Basel-Landschaft
    Gemeindeverwaltung (Symbolbild) - Nau.ch / Ueli Hiltpold

    In einem Schweinemastbetrieb im Kanton Basel-Landschaft wurde die Tierseuche Enzootische Pneumonie (EP) nachgewiesen. Um eine weitere Ausbreitung der Krankheit zu verhindern, ordnete das Amt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (ALV) die vollständige Sanierung des Betriebs an. Die Räumung ist erfolgt und der Betrieb wird nun gereinigt und desinfiziert.

    Der Ausbruch steht in Zusammenhang mit dem bereits Anfang September 2026 festgestellten Ausbruch der Enzootischen Pneumonie in einem überkantonalen Schweinering. Der betroffene Betrieb war vom ALV bereits vorsorglich mit einer Sperre belegt worden und wurde überwacht.

    Vollständige Sanierung des Betriebs

    Um eine Ausbreitung der Tierseuche zu verhindern, wurde der betroffene Betrieb vollständig geräumt, dabei mussten rund 750 Schweine tierschutzkonform getötet werden. Der Betrieb wird nun gereinigt sowie desinfiziert. Die Kantonstierärztin hatte die Totalsanierung gestützt auf die Tierseuchenverordnung verfügt.

    Nach erfolgter Reinigung und Desinfektion wird das ALV eine amtliche Kontrolle durchführen. Erst nach einem mindestens 10-tägigen Leerstand und der Freigabe durch das ALV dürfen wieder Schweine in den Betrieb eingestallt werden.

    Die vor einem Jahr lancierte Arbeitsgruppe «Tierseuchen» innerhalb der VGD stellt die Koordination zwischen dem Amt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen, dem Ebenrain sowie dem Amt für Wald und Wild sicher und koordiniert die Zusammenarbeit mit den betroffenen Akteuren und Verbänden.

    Enzootische Pneumonie (EP)

    Die Enzootische Pneumonie ist eine ansteckende Atemwegserkrankung bei Schweinen, die durch das Bakterium Mycoplasma hyopneumoniae verursacht wird. Typische Symptome sind Husten, Atembeschwerden und vermindertes Wachstum. Die Krankheit wird insbesondere durch engen Kontakt zwischen Schweinen übertragen und kann erhebliche wirtschaftliche Schäden verursachen.

    EP ist eine meldepflichtige und zu bekämpfende Tierseuche. Für Menschen ist die Krankheit ungefährlich.

    Schweinehaltende können dazu beitragen, die Ausbreitung der Enzootischen Pneumonie zu verhindern, indem sie die einschlägigen Biosicherheitsmassnahmen (z.B. Personenschleusen, Kleiderwechsel, Hände- und Stiefel-Desinfektion) konsequent umsetzen, den Tierverkehr korrekt erfassen und die amtlichen Anordnungen strikt befolgen.

    Kommentare

    User #1743 (nicht angemeldet)

    Bei dem Bild/Titel dachte ich zuerst, die Schweine wurden aus der Verwaltung entfernt?!?

    User #3882 (nicht angemeldet)

    Daran sind nach SVp bestimmt auch die linken schuld

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