Schweizerisches Rotes Kreuz verstärkt Ebola-Einsatz im Kongo
Das Schweizerische Rote Kreuz schickt ein Expertenteam in den Kongo. Es soll dabei helfen, das dort ausgebrochene Ebolavirus einzudämmen. Für den dreimonatigen Aufenthalt gab das SRK zusammen mit dem Bund 100'000 Franken frei.

Das zehnköpfige Team sei von der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften rekrutiert worden, teilte das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Angeführt wird die Gruppe von Bruno Michon, der kommende Woche als Einsatzleiter in die Demokratische Republik Kongo reist. Zudem seien Fachleute für Gemeindegesundheit sowie Logistikexperten aufgeboten worden. Für die Operation gaben das SRK und der Bund 100'000 Franken aus, wie es weiter hiess.
Das Vertrauen der Bevölkerung sowie die starke Präsenz des Kongolesischen Roten Kreuzes seien entscheidend für die Wirksamkeit der eindämmenden Massnahmen, erklärte Michon in der Mitteilung. Das Kongolesische Rote Kreuz unterstützt die betroffenen Gemeinden bei der Überwachung und Prävention der Epidemie. Zudem beteiligt es sich an der Kontrolle von Infektionen.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte am Mittwoch in Genf erklärt, dass sämtliche Infektionsketten identifiziert werden müssten, um das Ausmass des Ausbruchs zu beurteilen. Bislang wurden mehrere hundert Verdachtsfälle registriert; fast 150 Menschen sollen bereits gestorben sein. Ein Impfstoff gegen den aktuellen Virusstamm werde frühestens in einigen Monaten verfügbar sein, so die WHO.














