Was zum aktuellen Ebola-Ausbruch im Kongo bekannt ist
Der Ebola-Ausbruch im Kongo alarmiert die Weltgesundheitsorganisation – was steckt hinter dem aktuellen Geschehen?

In der Demokratischen Republik Kongo hat sich das Ebola-Virus erneut ausgebreitet. Wie «Der Standard» berichtet, wurden bis Samstag 246 Verdachtsfälle und rund 80 mutmassliche Todesfälle registriert.
Dreizehn Fälle wurden laut durch Labortests bestätigt, vier dieser Erkrankten sind verstorben. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat den Ausbruch offiziell zur gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite erklärt.
Auch in der ugandischen Hauptstadt Kampala wurden zwei laborbestätigte Fälle nachgewiesen, wie «Euronews» berichtet.
Neuer Ebola-Ausbruch mit einer besonders seltenen Virus-Variante
Nicht das bekannte Zaire-Ebolavirus ist diesmal der Auslöser, sondern das Bundibugyo-Ebolavirus, wie «Der Standard» berichtet.
Diese Variante wurde laut «taz» erstmals 2008 in Uganda nachgewiesen und unterscheidet sich genetisch deutlich von den anderen Typen. Das hat weitreichende Konsequenzen.
«Wahrscheinlich wird der Impfstoff, den wir haben gegen Ebola, bei diesem Typ nicht wirksam sein», sagte Charité-Epidemiologe Maximilian Gertler. Das mache die Lage «sehr kompliziert und sehr teuer», berichtet «ZDFheute».
Warum die Ausbreitung schwer zu stoppen ist
Die Provinz Ituri liegt laut «ZDFheute» mehr als 1000 Kilometer von Kinshasa entfernt.
Sie ist durch schlechte Strassen und aktive bewaffnete Konflikte geprägt. Auch eine mit dem IS verbundene Gruppe ist dort aktiv.
Gertler warnt, dass die Menschen in der Region wegen mangelnder Gesundheitsversorgung auch in Nachbarregionen Hilfe suchen würden. Dies könne die Verbreitung des Virus über Grenzen hinaus begünstigen.
Übertragung und Risiko
Experte Gertler erklärt laut «ZDFheute», dass die durch das Ebola-Virus verursachte Krankheit über Körperflüssigkeiten übertragen wird. Eine Ansteckung könne etwa über Schleimhäute, offene Wunden oder Nadelstichverletzungen erfolgen.

Laut «Euronews» stuft die WHO vor allem den Rest des Kongo und die unmittelbaren Nachbarländer als akut gefährdet ein. Für andere Regionen der Welt besteht derzeit kein erhöhtes Risiko.
















