Chinas Aussenminister Yang Jiechi hatte ein turbulentes Telefonat mit US-Aussenminister Antony Blinken. Das Telefonat fand auf Wunsch von Blinken statt.
Antony Blinken
US-Aussenminister Antony Blinken. - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Chinas Aussenpolitiker Yang Jiechi hat scharfe Töne gegenüber den USA eingeschlagen.
  • Die USA sollen sich auf der Suche nach den Ursprüngen des Coronavirus «politisieren».

Chinas oberster Aussenpolitiker Yang Jiechi hat scharfe Töne gegenüber den USA eingeschlagen. In einem Telefonat mit US-Aussenminister Antony Blinken warf Jiechi den USA vor, die Suche der Ursprünge des Coronavirus zu «politisieren».

Die US-Regierung solle «Fakten und Wissenschaft respektieren» und sich auf die internationale Kooperation konzentrieren, sagte Yang Jiechi.

Yang Jiechi
Chinas Aussenminister Yang Jiechi. - Keystone

Das Gespräch fand auf Wunsch von Blinken statt, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua hervorhob. Das Politbüromitglied Yang Jiechi reagierte auf Pläne der USA, über ihre Geheimdienste weitere Ermittlungen in die Herkunft des Virus anzustellen.

Das Telefonat, wie von Xinhua beschrieben wurde, erinnerte an die Auseinandersetzung von Yang Jiechi bei seinem ersten Treffen mit Blinken. Der Umgang mit China ist eines der zentralen Themen beim Gipfel der Industrieländer (G7) mit den USA und anderen Ländern.

Entschieden wies Yang Jiechi auch Kritik an Menschenrechtsverstössen in China zurück. Die US-Seite sollte «die ernsten Menschenrechtsverletzungen auf ihrem Territorium» beheben. Anstatt sich innere Angelegenheiten anderer Länder einzumischen. Er bezog sich offenbar auf Kritik am Umgang mit der Minderheit der Uiguren oder der Opposition in Hongkong.

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