In der jemischen Hafenstadt Aden ging eine Bombe in die Luft. Mindestens zwölf Menschen kamen bei dem Anschlag ums Leben, weitere wurden verletzt.
Bombenanschlag Jemen
Jemeniten inspizieren den Tatort des Autobombenanschlags in der südlichen Hafenstadt Aden. - EPA/STRINGER

Das Wichtigste in Kürze

  • In Jemen kam es zu einem Bombenanschlag mit zwölf Toten.
  • Unter den Todesopfern sollen Berichten zufolge auch Kinder sein.

Bei einem Bombenanschlag im Bürgerkriegsland Jemen sind mindestens zwölf Menschen getötet worden. Zwanzig weitere wurden durch die Explosion am Flughafens in der Stadt Aden verletzt. Unter den Toten sollen auch Kinder sein.

Im Netz kursierten Bilder und Videos der blutüberströmten Opfer und des mutmasslich explodierten Lastwagens auf der Strasse vor dem Flughafen.

EPA/STRINGER
Am Tatort befinden sich nur noch Trümmer. - EPA/STRINGER

Aden dient als vorübergehende Hauptstadt des Landes, seit die Huthi-Rebellen den Norden einschliesslich der Hauptstadt Sanaa überrannt haben. In der strategisch wichtigen Stadt schwelt zugleich der Konflikt zwischen der jemenitischen Regierung und dem sogenannten Südlichen Übergangsrat (STC).

Hungernot wegen Bürgerkrieg

Die Separatisten vom STC haben mehrfach gedroht, sich vom Nordjemen abzuspalten, und hatten dort auch vorübergehend die Selbstverwaltung ausgerufen. Saudi-Arabien hat zwischen den beiden Lagern vermittelt in der Hoffnung, sie im Kampf gegen die aufständischen Huthis zu einen.

Hungerndes Kind im Jemen
Ein unterernährtes Kind liegt in einem Krankenhaus. Der Krieg im Jemen wird als derzeit grösste humanitäre Katastrophe weltweit bezeichnet. - dpa

Der Bürgerkrieg im Jemen hat das ohnehin stark verarmte Land an den Rand einer Hungersnot gebracht. Mehr als 20 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Bemühungen für eine Lösung des Krieges blieben bislang weitestgehend erfolglos.

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