Nach eigenen Angaben rücken die Huthi-Rebellen der strategisch wichtigen Stadt Marib immer näher.
Saudi-Arabien Angriffe Jemen
Huthi-Rebellen fahren während einer Versammlung im Jemen mit einem Pick-Up mit darauf montierter Waffe. (Archivbild) - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Rebellen hätten bei Angriffen bereits grosse Gebiete eingenommen.
  • Sie würden auf die abschliessende Offensive warten, um Marib einzunehmen.

Im Bürgerkriegsland Jemen rücken die Huthi-Rebellen nach eigenen Angaben immer weiter auf die strategisch wichtige Stadt Marib vor. Ihre Kämpfer «überblicken» jetzt die Stadt und warteten auf die abschliessende Offensive, um Marib vom Westen aus ganz einzunehmen, sagte Huthi-Militärsprecher Jahja Sari am Dienstag. Die Rebellen hätten bei Angriffen bereits grosse Gebiete eingenommen und dabei 1300 Menschen getötet. Auf welchen Zeitraum sich diese Opferzahl bezieht, sagte Sari nicht.

Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen kämpfen im Land gegen die jemenitische Regierung und ein von Saudi-Arabien angeführtes Militärbündnis. Riad sieht die Huthis als verlängerten Arm Teherans und will dessen Einfluss zurückdrängen. Der ohnehin stark verarmte Jemen liegt nach dem jahrelangen Bürgerkrieg in Trümmern. Mehr als 20 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Huthis versuchen seit Februar Marib einzunehmen

Die Stadt Marib ist Schlüssel zu einem Grossteil der Energieressourcen des Landes und die letzte Gegend im Norden, die noch von Regierungstruppen beherrscht wird. Die Huthis versuchen seit Februar in einer neuen Offensive, die Stadt einzunehmen. Damit wollen sie ihre Macht im Land festigen und die von ihnen beherrschten Gebiete im Norden auch mit Hilfe der Öl- und Gasvorkommen auch wirtschaftlich sichern.

Sollten die Rebellen Marib einnehmen, dürfte sich die humanitäre Lage weiter verschlechtern. Im Grossraum der Stadt leben nach UN-Angaben eine Million Vertrieben, denen durch die Kämpfe die erneute Vertreibung droht.

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