Massendemonstration in Israel für Geisel-Deal

DPA
DPA

Deutschland,

Ein Propaganda-Video der islamistischen Hamas zeigt eine bis auf die Knochen abgemagerte Geisel im Gazastreifen und schockiert die Menschen in Israel. Zigtausende gehen auf die Strassen.

Erneut fordern in Israel Zigtausende die Freilassung der Geiseln im Gazastreifen. (Archivbild)
Erneut fordern in Israel Zigtausende die Freilassung der Geiseln im Gazastreifen. (Archivbild) - Mahmoud Illean/AP/dpa

Bei einer Massendemonstration in Israel haben die Teilnehmer die Freilassung aller Geiseln aus dem umkämpften Gazastreifen gefordert. Die islamistische Hamas benutze die Geiseln als «lebende Hungerexperimente», zitierte die «Times of Israel» den Bruder des im Gazastreifen festgehaltenen Evjatar David. In einem zuvor veröffentlichten Propaganda-Video der Hamas ist der bis auf die Knochen abgemagerte 24-Jährige in einem engen Tunnel zu sehen, wie er sein «eigenes Grab» schaufelt.

«Beenden Sie diesen Alptraum, der seit 666 Tagen andauert. Unterzeichnen Sie ein umfassendes Abkommen, das alle 50 Geiseln zurückbringt und die Kämpfe beendet», forderte das Forum der Angehörigen der Geiseln an die Regierung gewandt und sprach von 60.000 Teilnehmern. Der «Times of Israel» zufolge gingen Menschen auch in anderen Orten Israels auf die Strasse. Die Zeitung sprach von einer der höchsten Teilnehmerzahlen der vergangenen Wochen.

Evjatars Bruder forderte laut der Zeitung die israelische Regierung sowie die Staats- und Regierungschefs der Welt, insbesondere US-Präsident Donald Trump, auf, die Freilassung der Geiseln «mit allen erforderlichen Mitteln» zu erreichen. An einer Stelle in dem knapp fünfminütigen Propaganda-Video der Hamas sagte Evjatar an Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu gewandt: «Ich bin von Ihnen, mein Premier, völlig verlassen worden, von Ihnen, der sich um mich und all die anderen Gefangenen kümmern müsste.»

Die Hamas bezeichnet ihre Geiseln in ihrer Propaganda-Sprache als «Gefangene». Die Familie von David hatte der Veröffentlichung des Videoclips zugestimmt. Nach israelischer Darstellung befinden sich noch 50 Geiseln in der Gewalt der Hamas und anderer Gruppen. Mindestens 20 von ihnen sollen noch am Leben sein. Monatelange Bemühungen, durch indirekte Verhandlungen zwischen Israel und der Hamas eine Waffenruhe herbeizuführen und die Freilassung der Geiseln zu bewirken, gelten vorerst als so gut wie gescheitert.

Kommentare

Weiterlesen

Donald Trump
78 Interaktionen
Aussage
Jacques Moretti
Crans-Montana

MEHR IN NEWS

Feuerwehr Zürich
Zürich
Selbstunfall Schaffhausen
4 Interaktionen
Schaffhausen
s
16 Interaktionen
UFC-Fight geplant

MEHR NAHOST-KONFLIKT

Gaza: Palästinensische Demonstranten an der Grenze zu Israel
1 Interaktionen
Führende Rolle
hamas
Nahost-Konflikt
Israel
35 Interaktionen
Israel & Palästina
emmanuel macron
12 Interaktionen
Nahost-Konflikt

MEHR AUS DEUTSCHLAND

16 Interaktionen
Berlin
a
181 Interaktionen
«Nicht zeitgemäss»
5 Interaktionen
Berlin
urs fischer bundesliga
3 Interaktionen
Dämpfer bei Rückkehr