In Jaunde in Kamerun wurden zwei Transmenschen am späten Dienstagabend (Ortszeit) zu einer Haftstrafe von fünf Jahren verurteilt.
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Das Kondengui-Gefängnis in der Hauptstadt von Kamerun, Yaounde. - Google Maps

Das Wichtigste in Kürze

  • Am Dienstagabend vor einer Woche wurden zwei Menschen wegen ihrer Sexualität verhaftet.
  • Homosexualität ist in Kamerun gesetzlich verboten.
  • Der Anwalt werde Berufung gegen das Urteil einlegen, das der Höchststrafe entspricht.

Ein Amtsgericht in Kamerun hat zwei Menschen mit Transgender-Identität zu fünf Jahren Haft und einer hohen Geldstrafe verurteilt. Dies gab das Gericht am späten Dienstagabend (Ortszeit) bekannt.

Die beiden Personen wurden Anfang Februar unter anderem wegen «versuchter Homosexualität» in einem Restaurant in der Stadt Douala verhaftet. Ihr Anwalt, Richard Tamfu, sagte der «DPA», er werde Berufung gegen das Urteil einlegen, das der Höchststrafe entspricht.

Homosexualität ist in Kamerun gesetzlich verboten

Nach Angaben der Menschenrechtsgruppe «Human Rights Watch» (HRW) haben die Sicherheitskräfte seit Februar mindestens 24 Menschen mit dem Vorwurf festgenommen. Transmenschen sind Personen, die sich dem Geschlecht, das ihnen bei Geburt zugeschrieben wurde, nicht zugehörig fühlen. Oft werden sie in dem Land, das früher eine deutsche Kolonie war, diskriminiert.

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