In den letzten Tagen feuerten militante Palästinenser dutzende Raketen auf Israel ab. Israels Verteidigungsminister fordert nun ein Ende der Gewalt.
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Israelische Soldaten stehen nahe der israelischen Grenze zum Gazastreifen. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Dutzende Raketen wurden in den letzten Tagen auf Israel abgefeuert.
  • Die israelische Regierung hat nun den Hamas ein Ultimatum gestellt.
  • Darin droht das Land im Fall von erneuten Angriffen mit einer harten Reaktion.

Nach einem anhaltenden Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen hat Israels Verteidigungsminister Benny Gantz ein Ende der Gewalt gefordert. Dies habe er in einem Gespräch mit dem UN-Sondergesandten Tor Wennesland zum Ausdruck gebracht, schrieb Gantz am Montag bei Twitter. Er habe dabei auch Israels Bereitschaft bekräftigt, seine Bürger zu schützen.

Israel habe Wennesland ein an die Hamas gerichtetes Ultimatum übergeben. Darin habe das Land im Fall von erneuten Raketenangriffen mit einer harten Reaktion gedroht. Das hiess es in einem Bericht des Portals «Walla». Israel macht die in dem Küstengebiet herrschende, islamistische Hamas verantwortlich für jegliche Angriffe aus dem Gazastreifen.

Israel verzichtete am Wochenende auf Gegenangriff

Militante Palästinenser hatten in den vergangenen Tagen Dutzende Raketen auf Israel abgefeuert. Familien im Süden Israels waren gezwungen, Schutzräume aufzusuchen. Israel kündigte daraufhin eine ab Montag geltende Sperrung der Fischereizone vor dem Küstengebiet an.

Das Land reagiert auf Raketenangriffe regelmässig mit dem Beschuss von Zielen im Gazastreifen. Ungewöhnlich war, dass Israel am Wochenende in zwei Nächten darauf verzichtete. Dies bewerteten Beobachter als Bemühung um eine Beruhigung der Lage.

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Kämpfer der Mudschaheddin-Brigaden nehmen an einer Übung an einem Strand in Gaza teil, 24. April 2021. - Keystone

Die Raketenangriffe waren auf heftige Konfrontationen zwischen Palästinensern und der israelischen Polizei in Jerusalem gefolgt. Als Auslöser für die Unruhen gilt unter anderem Zorn der Palästinenser über Sperrmassnahmen im Bereich der Altstadt während des Ramadan-Monats. Diese wurden inzwischen wieder aufgehoben.

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