Krieg

Iran-Krieg: Israel greift erneut Teheran an

Simon Binz
Simon Binz, Keystone-SDA

Iran,

Nach massiven Luftangriffen der USA und Israels auf iranische Militär- und Führungsstrukturen ist die Lage im Nahen Osten erneut deutlich eskaliert.

Iran Krieg
Dieses von der US-Armee geteilte Foto zeigt eine zerstörte iranische Militärbasis. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die USA und Israel greifen seit Samstag zentrale Militär- und Führungsziele im Iran an.
  • Dabei wurden Irans oberster Führer Ali Chamenei sowie mehrere ranghohe Militärs getötet.
  • Das Regime reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel und US-Stützpunkte.
  • Die Eskalation lässt die Sorge vor einem regionalen Krieg im Nahen Osten wachsen.

Israel hatte am Samstagmorgen mit Unterstützung der USA einen grossangelegten Angriff auf Iran gestartet. Die Schläge richteten sich insbesondere gegen Ziele, die mit Raketenprogrammen sowie der militärischen Führung des Landes in Verbindung stehen.

Bei den Angriffen wurde der iranische Oberste Führer Ajatollah Ali Chamenei sowie mehrere ranghohe Militärs getötet. Teheran reagierte umgehend mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel.

Wird das iranische Regime nun fallen?

Auch Staaten in der Region, in denen die USA Militärbasen unterhalten wurden angegriffen. Ausserdem kündigte Teheran weitere Vergeltung an. International wächst die Sorge vor einer Ausweitung des Konflikts auf die gesamte Region.

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Israels Armee greift erneut im Libanon an

00.43: Die israelische Armee greift in der Nacht erneut im Libanon an. Ziel seien Kommandozentralen und Waffenlager der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz in der Hauptstadt Beirut, wie die Armee mitteilte.

Amerikaner sollen Dutzende Nahost-Länder sofort verlassen

00.09: Das US-Aussenministerium ruft Amerikaner in mehr als einem Dutzend Ländern im Nahen Osten dazu auf, diese sofort zu verlassen. Zur Begründung verwies eine Vertreterin des Ministeriums auf der Plattform X auf «schwerwiegende Sicherheitsrisiken».

Die Aufforderung betrifft folgende Länder und Regionen: Bahrain, Ägypten, Iran, Irak, Israel, das Westjordanland und den Gazastreifen, Jordanien, Kuwait, Libanon, Oman, Katar, Saudi-Arabien, Syrien, die Vereinigten Arabischen Emirate und den Jemen.

Israels Armee: Neuer Raketenangriff aus dem Iran

00.02: Israel ist nach Militärangaben in der Nacht erneut aus dem Iran mit Raketen angegriffen worden. Die Luftabwehr sei im Einsatz, um die Bedrohung abzuwehren, wie die Armee mitteilte. In Tel Aviv und anderen Gebieten heulten die Sirenen. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, sich in die Schutzräume zu begeben.

Israel bombardiert Irans Rundfunksender

23.54: Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben bei der weiteren Angriffswelle auch die staatliche iranische Rundfunkanstalt IRIB in Teheran bombardiert.

«Vor kurzem hat die israelische Luftwaffe das Kommunikationszentrum des iranischen Terrorregimes angegriffen und zerstört», teilte die israelische Armee mit.

Der Chef des Senders bestätigte den Angriff zwar, betonte aber zugleich, der Sendebetrieb gehe weiter. Die staatliche Rundfunkagentur Iribnews betonte sogar, der Sendebetrieb sei «in keiner Weise beeinträchtigt».

Kuwaits Armee meldet weiteres Todesopfer

23.40: Das Militär des Golfstaats Kuwait meldet ein weiteres Todesopfer in den eigenen Reihen seit Beginn der iranischen Gegenangriffe in der Region. Laut dem Generalstabschef der kuwaitischen Armee sind somit mittlerweile zwei Marinesoldaten im Dienst bei einem «Militäreinsatz» ums Leben gekommen. Details dazu, wo und wie genau die Soldaten ums Leben kam, wurden nicht genannt.

Israel greift erneut in Teheran an – Explosionen zu hören

23.30: Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben eine weitere Angriffswelle auf Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran gestartet. Augenzeugen berichteten von heftigen Explosionen. Der Staatssender PressTV berichtete, das Gelände der IRIB-Rundfunkanstalt sei attackiert worden.

Zuvor hatte ein Sprecher der israelischen Armee auf Persisch im Internet alle Bewohner des Stadtteils Evin aufgerufen, sich angesichts unmittelbar bevorstehender Bombardierungen in Sicherheit zu bringen.

Allerdings dürfte die Warnung die Menschen kaum erreichen, da die Behörden das Internet im Iran nach Beginn der israelisch-amerikanischen Luftangriffeam Samstag gesperrt haben.

Rubio verteidigt Iran-Angriffe: Eigene Verluste sonst höher

23.13: US-Aussenminister Marco Rubio hat die Angriffe seines Landes auf den Iran auch als proaktive Massnahme zum eigenen Schutz gerechtfertigt. «Wir wussten, dass es zu einem israelischen Eingreifen kommen würde. Wir wussten, dass dies einen Angriff auf die amerikanischen Streitkräfte auslösen würde», führte Rubio am Montagnachmittag (Ortszeit) vor Journalisten aus.

marco rubio iran Krieg
US-Aussenminister Marco Rubio verteidigt den Angriff auf den Iran und sagt: «Die unmittelbare Gefahr bestand darin, dass wir wussten, dass der Iran, wenn er angegriffen würde – und wir gingen davon aus, dass er angegriffen werden würde –, sofort gegen uns vorgehen würde.» - keystone

Die USA seien zu der Einschätzung gekommen, dass sie mehr Verletzte und Tote zu verzeichnet hätten, wenn sie unter diesen Umständen nicht «präventiv» gegen den Iran vorgegangen wären. «Wir haben proaktiv auf defensive Weise gehandelt, um zu verhindern, dass sie grösseren Schaden anrichten», sagte er.

Kommentare

User #5869 (nicht angemeldet)

Hier geht es nur um Bodenresursen Damals bei Sadam Hussein hat es auch geheissen er baue Atombomben. Nach seinem Tod wurde keine Nuklear-Zentrifuge gefunden. Auch hier hatte Bush sich verspekuliert. Die Berater von Bush wie die jetzigen Berater ind Kriegtreiber.

User #1424 (nicht angemeldet)

KIM fühlt sich diskriminiert zurück gestellt.

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