China warnt vor Spionage-Fischen

    Aaron Studer
    Aaron Studer

    China,

    Die chinesische Staatssicherheitsbehörde warnt ihre Bürgerinnen und Bürger vor Spionage durch Meerestiere. Nicht zum ersten Mal stehen diese Vorwürfe im Raum.

    spionage
    Das Staatssicherheitsministerium in China warnt ihre Bürger vor Spionage-Attacken durch Meerestiere. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • China warnt ihre Bürger vor ausländischen Spionageaktivitäten durch Meerestiere.
    • Bürger sollen mit bis zu 60'000 Fr. für einen gefangenen Spionage-Fisch belohnt werden.
    • Westliche Staaten weisen den Vorwurf zurück und beschuldigen China der Spionage.

    Chinas Staatssicherheitsbehörde schlägt Alarm. In chinesischen Gewässern sollen ausländische Geheimdienste Meerestiere mit Sensoren ausrüsten. Diese sollen geheime Daten sammeln und ins Ausland übermitteln.

    Das berichtet die Behörde auf ihrem offiziellen WeChat-Account, einer chinesischen Super-App, die Nachrichten, soziale Medien und Zahlungsfunktionen vereint.

    Wird China durch Meerestiere ausspioniert?

    Das Ministerium schreibt: «In einem Seegebiet unseres Landes wurden grössere lebende Meerestiere entdeckt, denen Sensoren angebracht wurden.» Diese Tiere seien Teil eines umfassenderen Spionagenetzes.

    Sensoren sammeln Daten über Meeresströmungen

    Die Staatssicherheit beschreibt genau, welche Daten die Spione sammeln wollen. Es würden in Echtzeit sensible ozeanische Umweltdaten wie Wassertemperatur, Salzgehalt und Meeresströmungen gesammelt.

    Diese Daten würden dann über Satelliten ins Ausland übertragen. Die Behörde schreibt, das würde «Chinas territoriale, militärische und wirtschaftliche Sicherheit ernsthaft gefährden».

    Westliche Staaten werfen China seinerseits Spionage vor

    Der britische Inlandsgeheimdienst «MI5» erhob konkrete Vorwürfe. China soll Spione als Personalvermittler getarnt haben.

    Diese hätten versucht, an «nicht öffentliche Informationen» für das chinesische Militär zu gelangen. Die Vorwürfe beziehen sich vor allem auf den Bereich Cyberspace.

    Schildkröte
    Das Ministerium schreibt: «In einem Seegebiet unseres Landes wurden grössere lebende Meerestiere entdeckt, denen Sensoren angebracht wurden.» - keystone

    Samuel Emch, Korrespondent für China beim SRF, erklärt, wie China mit diesen Vorwürfen umgeht: «Auf diese Vorwürfe wurden in den Propagandamedien in China Meinungsbeiträge geschrieben und man versucht hier, den Vorwurf gerade umzudrehen.» Die Geschichte mit den Spionage-Tieren könnte also auch als Gegenzug zu verstehen sein.

    Prämien locken: Bis zu 60'000 Franken für einen Spionagefisch

    Die chinesische Regierung will nun aktiv gegen die angebliche Tier-Spionage vorgehen. Laut dem britischen «Guardian» sollen Bürgerinnen und Bürger dafür belohnt werden, wenn sie verdächtige Tiere melden oder fangen. Die Summe liegt umgerechnet bei bis zu knapp 60'000 Franken.

    Ob tatsächlich Tiere mit Sensoren ausgerüstet wurden, lässt sich bisher nicht unabhängig überprüfen. Vorwürfe der Spionage seitens Chinas gibt es reichlich.

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    Kommentare

    User #1024 (nicht angemeldet)

    Dachte die funktionieren nur über Wasser. Fische müssen nicht auftauchen.

    User #5037 (nicht angemeldet)

    Ups, habe da einen Fisch gegessen.... jetzt spioniert er meinen Mageninhalt aus und anschließend die WC Leitungen und Kläranlage.

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