Auge

    Belfast: Mann (44) soll nach Messerangriff Auge verloren haben

    Keystone-SDA
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    Grossbritannien,

    Nach der Attacke eines Sudanesen eskaliert in Belfast die Gewalt. Randalierer zünden Fahrzeuge und Wohnhäuser an.

    Belfast
    Insgesamt verlief die zweite Nacht ruhiger als Dienstag, als rassistische Krawalle die Stadt erschüttert hatten. Vermummte Gruppen hatten am Tag zuvor Fahrzeuge, darunter einen Bus, sowie Wohnhäuser in Brand gesetzt. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Belfast erlebt nach einem Messerangriff eines Sudanesen rassistische Ausschreitungen.
    • Vermummte setzten Autos, einen Bus und mehrere Wohnhäuser in Brand.
    • Ein 44-jähriges Opfer verlor laut Berichten bei der Attacke ein Auge.

    Brennende Wohnhäuser und Autos, vermummte Randalierer: Belfast ist nach einem Messerangriff eines Sudanesen von rassistischen Ausschreitungen erschüttert worden.

    Randalierer zogen in der Nacht teils vermummt durch die Strassen der nordirischen Hauptstadt und setzten mehrere Fahrzeuge, darunter einen Bus, in Brand.

    Auch Wohnhäuser wurden in mehreren Stadtteilen angezündet, aus ihnen mussten Bewohner gerettet werden.

    Messerangriff löst rassistische Ausschreitungen aus

    Hintergrund der Ausschreitungen ist ein Video eines Messerangriffs vom Montag, bei dem ein Mann schwer verletzt worden war.

    Wie britische Medien am Mittwoch berichteten, hat das Opfer bei dem Vorfall sein linkes Auge verloren. Der 44-jährige Mann stammt ursprünglich aus Schottland und lebt inzwischen in Nordirland.

    Neben dem Verlust des linken Auges erlitt er auch Verletzungen im Gesicht und am Rücken. Medienberichten zufolge soll er im selben Haus wie der mutmassliche Angreifer wohnen.

    Mutmasslicher Täter ist laut Polizei ein 30-jähriger Sudanese. Er wurde wegen versuchten Mordes, Waffenbesitzes und Todesdrohungen angeklagt.

    Randalierer greifen Häuser und Geschäfte an

    Britischen Medienberichten zufolge wurde etwa auch ein türkischer Friseursalon angegriffen. Bei einem Zwischenfall stürmten den Berichten zufolge mehrere Randalierer ein Haus.

    Mehrere Hundert Menschen hatten sich zuvor am Dienstagabend versammelt, um gegen Migranten und Einwanderung zu demonstrieren.

    Die nordirische Regierungschefin, Michelle O’Neill, verurteilte die Ausschreitungen und sprach von «widerwärtiger Feigheit», bei der Gruppen von maskierten Männern Familien aus ihren Häusern vertrieben hätten.

    «Rassismus, Einschüchterung und Gewalt sind falsch, wo immer sie auftreten», schrieb sie in einem X-Beitrag.

    Polizei warnt vor Verbreitung des Videos

    Wie in Luftaufnahmen des Senders Sky News zu sehen war, stieg in mehreren Teilen der Stadt am Abend schwarzer Rauch auf. Auch am nächsten Tag zeigten Bilder verwüstete Strassen.

    Aufruhr gab es vor den teils gewaltsamen Protesten um ein Video von dem Messerangriff, das im Netz kursiert.

    Darin ist zu sehen, wie ein Angreifer mit einem Messer auf einem blutüberströmten Mann sitzt und diesen mit einem Messer traktiert. Die Polizei bat darum, das Video nicht zu verbreiten.

    Proteste gegen Einwanderung nehmen zu

    Die ohnehin schon angespannte Lage im Vereinigten Königreich dürfte sich durch die Proteste weiter zuspitzen. Erst in der vergangenen Woche kam es in der südenglischen Stadt Southampton zu Krawallen am Rande eines Protests.

    Auslöser war die Veröffentlichung von Bodycam-Aufnahmen, die einen krassen Polizeifehler nach der tödlichen Messerattacke eines Manns aus der Sikh-Gemeinschaft auf den Studenten Henry Nowak zeigten.

    Auch in Southampton und anderen Städten gingen Menschen am Dienstag wieder auf die Strasse, um gegen Einwanderung zu demonstrieren.

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    Kommentare

    User #6188 (nicht angemeldet)

    soso die lokalbevölkerung rechtsextrem nennen? easy dann rate ich denen an alle 5 monate zu gehen und dann mal schauen ob diie medien immer ncoh sagen ob das alles rechtsextreme seien.

    User #4513 (nicht angemeldet)

    Die Hetzmedien verunglimpfen die Demonstranten, die solche Zustände nicht mehr hinnehmen in Europa!

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