Iran-Krieg: Trump sagt angekündigte Angriffe gegen Iran ab
Trotz Waffenruhe hat US-Präsident Donald Trump einen erneuten Militärschlag gegen den Iran angekündigt. Alles Wichtige gibt es hier im Ticker.

Das Wichtigste in Kürze
- Die USA feuerten 49 Tomahawk-Raketen auf iranische Ziele im Süden des Landes ab.
- Der Iran griff US-Stützpunkte in Bahrain und Kuwait an und erklärte Hormus für gesperrt.
- Trump behauptete, er wurde um ein Ende der Bombardierungen gebeten – Teheran dementiert.
- Im Nau.ch-Ticker bleibst du auf dem Laufenden.
Steht der Iran-Krieg kurz vor einer neuen Eskalation?
Das US-Militär hat auf Anweisung von Donald Trump erneut den Iran angegriffen. Insgesamt seien 49 Tomahawk-Raketen eingesetzt worden, die Ziele bis zu 65 Kilometer von Teheran trafen. Israel sei nicht beteiligt gewesen, betonte Trump.
Der Iran reagierte mit breiten Gegenschlägen: Die Armee attackierte mit Kamikazedrohnen das regionale Hauptquartier der US-Marine in Bahrain, darunter Patriot-Flugabwehrsysteme. Die Revolutionsgarden griffen eigenen Angaben zufolge zwei US-Luftwaffenstützpunkte in Kuwait und einen in Bahrain an – insgesamt 18 Ziele.
Trump behauptete zudem, der Iran habe ihn direkt kontaktiert und um ein Ende der Bombardierungen gebeten. Teheran widersprach scharf: Sowohl iranische Staatsmedien als auch die Revolutionsgarden bezeichneten die Darstellung als «völlig falsch» – sie diene lediglich als «Deckmantel, um den Krieg zu vermeiden».
Der iranische Generalstab erklärte derweil erneut die Strasse von Hormus für alle Schiffe gesperrt. Das US-Militär dementierte eine Komplettsperrung und erklärte, Handelsschiffe würden die Meerenge weiterhin passieren.
Die neuesten Informationen gibt es hier im Ticker von Nau.ch:
Trump: Könnten Iran-Deal in Europa unterzeichnen
22.48: US-Präsident Donald Trump hat erneut Hoffnungen auf ein Rahmenabkommen zwischen USA und den Iran geweckt und als Ort für eine mögliche Unterzeichnung Europa ins Spiel gebracht. Dokumente würden noch finalisiert, sagte Trump im Oval Office vor Reportern. Das sollte in den nächsten Tagen passieren. Wahrscheinlich werde es eine Unterzeichnung geben – «vielleicht in Europa».
Einen genauen Ort oder ein Land nannte Trump nicht. Kurz darauf sagte er, vielleicht werde die Unterzeichnung schon am Wochenende vollzogen. Er selbst werde dann nicht dabei sein können, aber Vize-Präsident JD Vance.
Trump sagte auf Nachfrage, nach «seinem Verständnis» habe das iranische Staatsoberhaupt Modschtaba Chamenei bereits zugestimmt. Das Rahmenabkommen umfasse unter anderem eine sofortige Öffnung der Strasse von Hormus sowie das Ende der US-Seeblockade.
21.05: Der Goldpreis hat am Donnerstagabend mit der Aussicht auf eine Einigung im Krieg zwischen den USA und dem Iran seine Talfahrt der vergangenen Tage gestoppt. Das Edelmetall stieg auf ein Tageshoch bei 4.169,83 Dollar je Feinunze (rund 31,1 Gramm), nachdem US-Präsident Donald Trump die geplanten schweren Angriffe auf den Iran abgeblasen hatte.
Zuvor hatte der Goldkurs in der Nacht ein Tief bei gut 4.024 Dollar markiert – weniger kostete die Feinunze zuletzt im November. Vor allem in den vergangenen Tagen hatte sich die Abwärtstendenz beim Gold verstärkt, nachdem das Metall längere Zeit um die Marke von 4.500 Dollar gependelt hatte.
Bericht: Iran dementiert Fortschritte bei US-Verhandlungen
21.01: Irans politische Führung hat einem Medienbericht zufolge Fortschritte bei den Verhandlungen mit den USA dementiert. Bislang sei kein Text über ein Rahmenabkommen finalisiert worden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht, unter Berufung auf eine mit dem Verhandlungsteam verbundene Quelle.
Libanon: Sechs Tote und weitere Verletzte bei Angriffen Israels
20.40: Bei israelischen Luftangriffen im Libanon sind nach dortigen Angaben weitere Menschen getötet und verletzt worden. Die libanesische Staatsagentur NNA meldete am Donnerstag unter anderem vier Tote nach einem Angriff im Ort Abassija im Süden. Zwei weitere Tote habe es nach israelischen Angriffen in der Küstenstadt Tyrus sowie in Baalbek im Osten gegeben.
Trump sagt angekündigte Angriffe gegen Iran ab
19.43: US-Präsident Donald Trump hat die für den Abend angekündigten schweren Angriffe gegen den Iran abgeblasen. Der Republikaner begründete das auf der Plattform Truth Social mit laufenden Gesprächen, die die höchste Ebene der iranischen Führung erreicht hätten.
Trump schreibt: «Angesichts der Tatsache, dass die Gespräche mit der Islamischen Republik Iran auf die höchste Ebene der iranischen Führung gebracht und dort gebilligt wurden, habe ich als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika die für heute Abend geplanten Luftangriffe und Bombardements gegen den Iran abgesagt.»
Die Gespräche und die endgültigen Punkte «wurden sowohl in ihrer Grundausrichtung als auch im Detail von allen beteiligten Parteien gebilligt, darunter die Vereinigten Staaten, Israel, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar, die Türkei, Pakistan, Bahrain, Kuwait, Jordanien, Ägypten und andere. Die Seeblockade bleibt bis zum Abschluss dieser Transaktion in vollem Umfang in Kraft – Zeit und Ort der Unterzeichnung werden in Kürze bekannt gegeben.»
Iranisches Öl an Bord? US-Militär greift erneut Tanker an
16.34: Das US-Militär hat nach eigenen Angaben erneut einen Tanker im Golf von Oman angegriffen, der versucht haben soll, iranisches Öl zu transportieren.
Beschossen worden sei der Maschinenraum des Schiffes «Jalveer», das unter der Flagge des westafrikanischen Landes Guinea-Bissau fahre, teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando (Centcom) auf der Plattform X mit.
Die Besatzung habe wiederholt Anweisungen der US-Streitkräfte missachtet. Es ist bereits das dritte Mal binnen weniger Tage, dass das US-Militär Tanker ausser Gefecht setzt.

Wie schon bei den beiden vorangegangenen Angriffen auf Handelsschiffe in dieser Woche in der Region waren erneut überwiegend indische Besatzungsmitglieder betroffen. Wie das Schifffahrtsministerium in Neu-Delhi mitteilte, sind alle 20 Inder an Bord der «Jalveer» in Sicherheit.
Die Behörde sprach von einem «Sicherheitsvorfall auf See» nahe dem omanischen Hafen Shinas und von einem «Asphalttanker». Die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) hatte zuvor unter Berufung auf lokale Behörden über ein Feuer im Maschinenraum des Schiffes berichtet.
Donald Trump will iranische Insel einnehmen
14.45: Wie Donald Trumpp auf «Truth Social» erklärt, will er die iranische Insel Charg einnehmen. Der US-Präsident schreibt: «Die Vereinigten Staaten werden den Iran heute Nacht mit aller Härte treffen.»
Weiter schreibt Trump: «Irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft werden wir die Insel Charg sowie weitere Anlagen der Ölinfrastruktur einnehmen und die vollständige Kontrolle über deren Öl- und Gasmärkte übernehmen»

Er vergleicht die Pläne mit jenen von Venezuela. Dies funktioniere nämlich sowohl für Venezuela als auch für die USA hervorragend.
Israel verweigert französischer Journalistin die Einreise
14.37: Israel hat einer französischen Journalistin die Einreise verweigert. Israels Diaspora-Minister Amichai Chikli schrieb zur Begründung in einem Post auf der Plattform X, die Reporterin habe Unterstützung für die islamistische Terrororganisation Hamas ausgedrückt und gesagt, der Hamas-Terrorüberfall auf Israel am 7. Oktober 2023 müsse «im Kontext» gesehen werden.
Ein Sprecher des französischen Aussenministeriums sagte, man bedaure die Entscheidung, die jedoch in die Souveränität der israelischen Behörden falle. Der Auslandspresseverband in Israel (FPA) nannte die Vorwürfe gegen die Journalistin «unerhört». Sie habe viele Jahre lang für den französischen Radiosender RFI und Radio France in Israel und den Palästinensischen Gebieten gearbeitet.
«Dies ist nicht das erste Mal, dass die israelische Regierung entscheidet, dass journalistische Berichterstattung «einseitig» ist«, hiess es in einer FPA-Stellungnahme. Der Verband forderte, dass die Entscheidung sofort rückgängig gemacht werde und die Regierung ihre erklärte Verpflichtung gegenüber der Pressefreiheit aufrechterhalte.
Chikli schrieb, die Französin sei unterwegs zurück vom internationalen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv nach Paris. «Auch sie hat gelernt, dass der Staat Israel keine Geduld mehr für Hamas-Unterstützer und für diejenigen hat, die Sanktionen und Boykotte gegen ihn unterstützen.» Mit ironischem Unterton beendete er den Post mit einem französischen «Bon Voyage» (Gute Reise).
Iran verurteilt «grossangelegte» US-Angriffe
11.58: Das iranische Aussenministerium hat die «grossangelegten» US-Angriffe der vergangenen Nacht scharf verurteilt. Teheran habe ein Recht auf Selbstverteidigung und Gegenschläge, hiess es in einer Mitteilung des Ministeriums.

Die US-Regierung trage die Verantwortung für die «gefährlichen Konsequenzen» der Aggression, hiess es weiter.
Erneut Brand auf Schiff in Strasse von Hormus
11.20: Vor der Küste des Oman ist auf einem Tanker ein Brand ausgebrochen. Im Maschinenraum sei sein Feuer ausgebrochen, berichtete die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) unter Berufung auf lokale Behörden. Ob der Brand durch einen Angriff verursacht wurde, war zunächst unklar. Die Behörden ermittelten weiter, hiess es.
20 iranische Raketen abgefangen
11.03: Jordanien hat nach eigenen Angaben in der Nacht 20 aus dem Iran abgefeuerte Raketen abgefangen. Dabei seien Trümmer herabgefallen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Petra unter Berufung auf das Militär.
Es habe aber weder Verletzte noch Sachschaden gegeben. Das Militär beobachte die regionale Sicherheitslage fortlaufend, hiess es weiter. Verletzungen des jordanischen Luftraums würden nicht toleriert.
Drei Verletzte nach US-Angriffen in Provinz Teheran
10.43: Bei den US-Angriffen im Iran in der Nacht sind einem lokalen Medienbericht zufolge drei Menschen in der Provinz Teheran verletzt worden. Diese seien in Krankenhäuser eingeliefert worden, berichtete das Portal «Mehr» unter Berufung auf die Notdienstzentrale weiter.
Drei tote Seeleute nach US-Angriff auf Tanker gefunden
10.30: Nach dem Beschuss eines Tankers im Golf von Oman durch das US-Militär sind nach Angaben Indiens drei zunächst vermisste indische Besatzungsmitglieder tot aufgefunden worden. Ihre Leichen seien entdeckt und identifiziert worden, schrieb der indische Schifffahrtsminister Sarbananda Sonowal auf der Plattform X.
Das US-Militär hatte nach eigenen Angaben am Mittwoch das unter der Flagge des pazifischen Inselstaats Palau fahrende Schiff «Settebello» beschossen. Es soll versucht haben, iranisches Öl zu transportieren. Die Besatzung habe sich den Anweisungen der Streitkräfte widersetzt, hiess es.

Nach Angaben des Aussenministeriums in Neu-Delhi konnten 21 indische Besatzungsmitglieder gerettet werden. Drei weitere galten zunächst als vermisst. Das Ministerium hatte den Angriff verurteilt. Laut Berichten indischer Medien hatte das Aussenministerium aus Protest den stellvertretenden Botschafter der USA in Neu-Delhi einbestellt.
Saudi-Arabien beendet Importverbot aus dem Libanon
10.25: Nach fünf Jahren hat Saudi-Arabien ein Verbot für Importe aus dem Libanon aufgehoben. Riad begründete den Schritt mit ermutigenden Massnahmen der libanesischen Regierung zur Stärkung staatlicher Institutionen, wie die saudische Nachrichtenagentur SPA am Mittwochabend berichtete.
Das Importverbot kappte einen der wichtigsten Exportmärkte des Libanons und setzte vor allem die libanesische Landwirtschaft unter Druck. «Das ist ein echter Wendepunkt», sagte Ibrahim Tarschischi, Vorsitzender des Bauernverbands in der Bekaa-Ebene, der Deutschen Presse-Agentur.
Nun gehe es darum, die praktischen Voraussetzungen für die Wiederaufnahme der Exporte zu schaffen und offene Fragen wie Transitvisa für Lastwagenfahrer zu klären. Auch Libanons Präsident Joseph Aoun begrüsste die Entscheidung als Ausdruck saudischer Unterstützung für den Libanon.
Ölpreise steigen nach erneuten US-Angriffen auf Iran nur leicht
09.10: Die Ölpreise haben am Donnerstag erneut mit einem nur vergleichsweise leichten Anstieg auf weitere gegenseitige Angriffe der USA und des Iran reagiert.

Die Notierung für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im August stieg in der vergangenen Nacht für kurze Zeit deutlich und erreichte ein Hoch bei über 95 US-Dollar. Am Morgen wurde Öl der Sorte Brent bei 93,50 Dollar gehandelt und damit etwa ein halbes Prozent höher als am Vortag.
Bahrain: Kind bei iranischem Angriff verletzt
09.08: Bei iranischen Angriffen auf den Golfstaat Bahrain ist nach Behördenangaben ein elfjähriges Mädchen leicht verletzt worden. Das Innenministerium sprach von einem «verbrecherischen iranischen» Angriff.
In der Stadt Hammad sowie in der Hauptstadt Manama seien darüber hinaus mehrere Fahrzeuge in Brand geraten und Wohnhäuser beschädigt worden. Ursache seien herabfallende Trümmerteile gewesen, die nach der Abwehr und Zerstörung iranischer Drohnen niedergegangen seien.
Kuwait öffnet Luftraum wieder
08.20: Nach erneutem Beschuss aus dem Iran hat der Golfstaat Kuwait vorerst Entwarnung gegeben. Nach einer Sperrung des Luftraums teilte die zuständige Behörde am Morgen mit, dass die «Umstände, die die zuvor ergriffenen Vorsichtsmassnahmen erforderlich gemacht hatten, nicht mehr bestehen.»

Der reguläre Betrieb werde am Flughafen in Kuwait wieder aufgenommen. Gleichzeitig beobachte man neue Entwicklungen und bewerte sie fortlaufend neu.
Revolutionsgarden feuern 12 ballistische Raketen auf US-Basis in Jordanien
05.10: Die iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben zwölf ballistische Raketen auf den US-Luftwaffenstützpunkt Al-Azraq in Jordanien abgefeuert. Ziel seien US-Kampfjets der Typen F-35, F-15 und F-16 sowie wichtige Einrichtungen der US-Streitkräfte und das dortige Kontrollzentrum gewesen, berichteten iranische Staatsmedien.
Kuwait sperrt Luftraum wegen iranischer Angriffe
05.00: Kuwait hat seinen Luftraum vorübergehend gesperrt. Die Zivilluftfahrtbehörde begründete die Massnahme als «Vorsichtsmassnahme» angesichts «iranischer Aggressionen». Flüge würden gemäss geltenden Vereinbarungen auf Ausweichflughäfen umgeleitet, hiess es.
Israel meldet Abschüsse aus dem Libanon
04.42: Das israelische Heimatschutzkommando hat nach dem Erkennen von Geschossabschüssen aus dem Libanon Sicherheitswarnungen für mehrere Gemeinden in Nordisrael herausgegeben.

Betroffene Gebiete wurden aufgefordert, bei Auslösung eines Alarms sofort Schutzräume aufzusuchen.
Bahrain und Kuwait unter Beschuss – Sirenen heulen, Armee im Einsatz
04.30: In Bahrain sind erneut Luftalarmsirenen ausgelöst worden. Das Innenministerium forderte die Bevölkerung auf, «ruhig zu bleiben und den nächsten sicheren Ort aufzusuchen».
Auch Kuwait bestätigte, auf Raketen- und Drohnenangriffe zu reagieren – die Armee rief die Bevölkerung auf, Sicherheitsanweisungen zu befolgen.
Revolutionsgarden-General droht: «Wir werden die Region zur Hölle machen»
04.01: Der Kommandant der Luft- und Raumfahrttruppen der Revolutionsgarden, Majid Mousavi, hat auf die jüngsten US-Angriffe mit scharfen Worten reagiert.
«Macht ihr die heilige Strasse von Hormus unsicher?! Wir werden die Region von überall im Iran zur Hölle für euch machen», zitiert ihn die Nachrichtenagentur Tasnim. «Dies ist die Antwort auf die Dreistigkeit der Amerikaner in der Region, so Gott will», fügte er hinzu.
Ölpreise steigen nach Hormus-Sperrung deutlich
03:30: Die Ankündigung des Iran, die Strasse von Hormus zu sperren, hat die Ölpreise deutlich in die Höhe getrieben. Der Brent-Rohölpreis stieg um 2,47 Prozent auf 95,40 Dollar pro Barrel, das US-amerikanische WTI-Rohöl verteuerte sich um 2,89 Prozent auf 92,63 Dollar.
US-Militär: Angriffe auf den Iran abgeschlossen
03.10: Das US-Zentralkommando (CENTCOM) hat die Angriffe auf den Iran für abgeschlossen erklärt. Laut einer Erklärung auf X hätten US-Streitkräfte auf Anweisung Trumps iranische Überwachungskapazitäten, Kommunikationssysteme und Luftabwehranlagen im ganzen Land getroffen.
Eingesetzt wurden Präzisionsmunition gegen Ziele, die laut CENTCOM eine Bedrohung für US-Streitkräfte und internationale Handelsschiffe darstellten. «US-Streitkräfte bleiben wachsam, schlagkräftig und bereit», hiess es abschliessend in der Erklärung.
Iran meldet Angriffe auf US-Stützpunkte in Golfstaaten
02.30: Irans Streitkräfte haben nach eigenen Angaben als Reaktion auf die US-Angriffe im Süden des Landes Ziele in den Golfstaaten Bahrain und Kuwait attackiert. In Bahrain sei das regionale Hauptquartier der US-Marine mit Kamikazedrohnen attackiert worden, hiess es in einer vom staatlichen Rundfunk verbreiteten Erklärung der Armee. Der Angriff zielte demnach auf Flugabwehrsysteme vom Typ Patriot.
Irans mächtige Revolutionsgarden, die Elitestreitmacht des Landes, attackierten eigenen Angaben zufolge unter anderem zwei US-Luftwaffenstützpunkte in Kuwait und einen in Bahrain. Insgesamt seien 18 Ziele angegriffen worden.

In Bahrain wurde Alarm ausgelöst, wie das Innenministerium des Golfstaats auf X mitteilte. Bewohner wurden dazu aufgerufen, Ruhe zu bewahren und den nächsten sicheren Ort aufzusuchen.
Aus Kuwait oder vom US-Militär gab es zunächst keine Bestätigung. Die iranische Armee erklärte, die Operationen würden fortgesetzt, bis der «Aggressor bestraft» sei. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden.
Teheran dementiert Kontakt mit Trump
02.11: Der Iran widerspricht Trumps Darstellung, wonach hochrangige iranische Vertreter ihn kontaktiert und um ein Ende der Bombardierungen gebeten hätten. Irans Staatsmedien zitierten einen hochrangigen Beamten, der eine direkte Kommunikation mit den USA ausdrücklich bestritt.
Auch die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) haben in einer Erklärung kategorisch bestritten, dass iranische Vertreter direkt mit Trump Kontakt aufgenommen haben. Die Behauptung sei «völlig falsch» und diene als «Deckmantel, um den Krieg zu vermeiden», hiess es laut Staatsmedien.
US-Militär dementiert Komplettsperrung von Hormus
02.05: Das US-Militär hat die angebliche Komplettsperrung der Strasse von Hormus für jeglichen Schiffsverkehr dementiert. «Handelsschiffe fahren weiterhin heute Nacht in die Strasse von Hormus ein und wieder heraus», teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando Centcom auf X mit.
Trump: Iran bat um Ende der Bombardierungen
01.35: Trump hat in einem Telefoninterview mit Fox-News-Reporter Trey Yingst behauptet, dass der Iran ihn direkt kontaktiert und um ein Ende der Bombardierungen gebeten habe. Er befinde sich gemeinsam mit Vizepräsident JD Vance, Schwiegersohn Jared Kushner und Sondergesandtem Steve Witkoff im Situation Room des Weissen Hauses.
Trump zufolge seien bei den jüngsten Angriffen 49 Tomahawk-Raketen eingesetzt worden, die Ziele bis zu 65 Kilometer von Teheran getroffen hätten. US-Kampfjets würden zudem Radar- und Luftabwehranlagen im Südwesten des Iran ausschalten. Israel sei an den Angriffen nicht beteiligt gewesen, betonte Trump.

Die aktuelle Angriffswelle werde «bald» enden – weitere Schläge schloss der Präsident jedoch nicht aus. Zuvor hatte Trump gedroht, Kraftwerke und Brücken ins Visier zu nehmen, sollte der Iran kein Abkommen unterzeichnen. «Der Bully des Nahen Ostens ist tot – und ich mache vielleicht weiter», so Trump laut Yingst.
Revolutionsgarden beschossen offenbar zwei Schiffe in Hormus-Strasse
01.18: Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim meldet, dass die Marine der Revolutionsgarden zwei «Verstossschiffe» beschossen hat, die versuchten, die Strasse von Hormus zu passieren. Die Informationen konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden.
Iran schliesst Strasse von Hormus – Schiffe werden zum Ziel erklärt
01.03: Der iranische Generalstab hat die Strasse von Hormus für alle Schiffe gesperrt – darunter Öltanker und Handelsschiffe. Laut der Nachrichtenagentur Mehr werden Schiffe, die dennoch die Durchfahrt versuchen, als Ziel betrachtet. Der Ölpreis reagierte sofort und stieg binnen weniger Minuten um mehr als ein Prozent.
Gefechte in der Strasse von Hormus – USA greifen Küstenpunkte an
00.50: In der Strasse von Hormus ist es laut der iranischen Nachrichtenagentur Mehr zu intensiven Gefechten zwischen US-Streitkräften und Einheiten der Revolutionsgarden gekommen. Die USA sollen bislang sieben Küstenpunkte angegriffen haben – darunter Bandar Abbas, Sirik, Qeshm und die Insel Hengam.
Revolutionsgarden: Kampfjet zur Umkehr gezwungen
00.45: Die iranischen Revolutionsgarden geben an, eine Rakete auf ein F-16-Kampfflugzeug abgefeuert zu haben, das den «Golfluftram» verletzt habe. Das Flugzeug sei dadurch zur Umkehr gezwungen worden, meldet die Nachrichtenagentur Mehr.
Weitere Explosionen in Bandar Abbas – Angriff im Osten der Stadt
00.32: Irans Nachrichtenagentur Mehr meldet weitere Explosionen in der Hafenstadt Bandar Abbas. Diese stünden im Zusammenhang mit einem Angriff im östlichen Stadtgebiet, hiess es.
Explosion in iranischer Hafenstadt Bandar Abbas gemeldet
23.52: Iranische Staatsmedien berichten von einer Explosion in der Hafenstadt Bandar Abbas. Weitere Details liegen vorerst nicht vor.
Explosionen auf Qeshm und Hengam – Iran spricht von Militärgeschossen
23.50: Die iranische Nachrichtenagentur IRNA meldet Explosionen auf den Inseln Qeshm und Hengam. Laut dem Bericht wurden diese durch Geschosse verursacht – «allesamt militärischer Natur».
USA bestätigen neue Angriffe auf den Iran
23.44: Das US-Zentralkommando (CENTCOM) hat neue Militärschläge gegen den Iran bestätigt. Die Angriffe auf «mehrere Ziele» seien auf Anweisung Trumps erfolgt – als Reaktion auf «Irans ungerechtfertigte und anhaltende Aggression», hiess es in einer Erklärung.
Teheran: Streitkräfte in voller Alarmbereitschaft
23.30: Aus dem Iran kommen trotzige Reaktionen auf die US-Drohungen. Laut einem Bericht aus Teheran betonen iranische Streitkräfte und Revolutionsgarden ihre absolute Bereitschaft für einen möglichen Angriff in der kommenden Nacht. Man verfüge über die nötigen Mittel, um das Land zu verteidigen – die Streitkräfte befänden sich in vollständiger Alarmbereitschaft.

Luftabwehr im iranischen Fars aktiviert
23.16: Im Südwesten des Iran sind Luftabwehrsysteme aktiviert worden. Irans staatliche Nachrichtenagentur Mehr berichtet von einer Explosion ausserhalb der Stadt Fars – dabei handle es sich um den Einsatz der Flugabwehr. Innerhalb der Stadtgrenzen des Bezirks Mohr sei es bislang zu keinen Explosionen gekommen.
US-Botschaft in Bagdad warnt eigene Staatsbürger
23.15: Die US-Botschaft in Bagdad hat eine Sicherheitswarnung herausgegeben. Amerikanische Staatsbürger werden aufgefordert, in erhöhter Alarmbereitschaft zu bleiben und die lokalen Nachrichten zu verfolgen. Reiseunterbrechungen und kurzfristige Luftraumsperrungen seien möglich.
Irak steht bereits auf der höchsten US-Reisewarnstufe. Washington rät seinen Bürgern, das Land «aus keinem Grund» zu betreten – und fordert jene, die sich bereits dort aufhalten, zur sofortigen Ausreise auf.
Hegseth droht mit heftigen Angriffen – lässt Zeitpunkt offen
23.00: US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat ebenfalls Drohungen gegen den Iran ausgesprochen. Die Angriffe dürften «heute Nacht» heftig ausfallen – möglicherweise aber auch erst in der darauffolgenden Nacht. Dabei könnten weitere Ziele ins Visier genommen werden. Konkretere Angaben verweigerte Hegseth auf Nachfrage.
Angesichts der bestehenden Waffenruhe betonte der Minister, es gehe nicht darum, den Krieg neu zu entfachen. Vielmehr wolle man mit den Schlägen die Bedingungen für eine Vereinbarung festlegen.
Iranischer Parlamentarier droht: «Krieg wird nicht auf die Region beschränkt bleiben»
22.37: Ebrahim Azizi, Vorsitzender des Nationalen Sicherheitsausschusses im iranischen Parlament, hat auf Trumps Ankündigung weiterer Angriffe mit scharfen Worten reagiert. «Wir haben keine Angst vor dem Kampf gegen Verlierer», schrieb er in sozialen Medien. Die Zahl der US-Opfer werde «steigen».
Azizi warnte zudem: «Dieses Mal wird der Krieg nicht auf die Region beschränkt bleiben.»
















