Trotz Iran-Krieg: Saudi-Arabien mit neuer Airline
Trotz massiver Beeinträchtigungen im Flugverkehr durch den Iran-Krieg lässt Saudi-Arabien eine neue Airline abheben. Eine Maschine der neuen Gesellschaft Riyadh Air landete am Mittwoch in London, wie beim Flugzeugtracker Flightradar 24 zu sehen war.

Die Airline soll aus Riad neben London zunächst Manchester, Madrid, Kairo und Dubai anfliegen sowie die saudische Küstenstadt Dschidda. In den kommenden Jahren sind dann Flüge zu rund 100 Zielen vorgesehen.
Riyadh Air ist die zweite staatliche Fluggesellschaft des Landes neben Saudia und soll helfen, das als «Vision 2030» bekannte Reformprogramm des Königreichs voranzutreiben. Saudi-Arabien will seine Bedeutung für den Tourismus, Handel und Logistik ausbauen und unabhängiger werden vom Öl.
Riyadh Air soll helfen, mehr Touristen und Geschäftsleute ins Land zu bringen. Das Land konkurriert in der Region vor allem mit Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
In mehr als drei Monaten Iran-Krieg wurden Flugverkehr, Handel und Tourismus in der Region auf beispiellose Weise beeinträchtigt. Der Iran griff die Golfstaaten mit Tausenden Raketen, Drohnen und Marschflugkörpern an als Vergeltung für Angriffe der USA und Israels. Viele Flüge wurden gestrichen und Ticketpreise stiegen deutlich, was auch die staatlichen Airlines etwa der Emirate und Katars getroffen hat.
«Wir alle hoffen natürlich, dass der Konflikt sehr, sehr bald gelöst sein wird», sagte der Geschäftsführer von Riyadh Air, Tony Douglas, dem Nachrichtenkanal Al-Arabiya. Die Grundlagen für die neue Airline seien aber insgesamt «sehr stark».














