Expertenrat hat Chamenei-Nachfolger gewählt
Israel konnte den iranischen Führer Ajatollah Ali Chamenei ausschalten. Auch zahlreiche weitere Mitglieder der Führungsriege wurden getötet.

Das Wichtigste in Kürze
- Vor einer Woche griffen Israel und die USA den Iran an und starteten so den Krieg.
- Beide Seiten zeigen sich weiterhin unnachgiebig.
- Alle Neuigkeiten gibt es hier im Ticker von Nau.ch.
Seit einer Woche tobt der Iran-Krieg. Israel und die USA haben zuerst den Iran angegriffen. Das Land reagiert mit Gegenschlägen, auch auf andere Golfstaaten. Dadurch strandeten tausende europäische Auswanderer und Touristen.
Israel konnte den iranischen Führer Ajatollah Ali Chamenei ausschalten. Auch zahlreiche weitere Mitglieder der Führungsriege wurden getötet.
Alle Neuigkeiten liest du hier im Ticker:
US-Minister: Wir zielen nicht auf Energieinfrastruktur ab
23.23: Die USA haben nach Angaben ihres Energieministers Chris Wright nicht vor, die iranische Ölindustrie anzugreifen. «Die USA zielen nicht auf die Energieinfrastruktur ab», sagte Wright dem Sender CNN. Zuvor hatte die Bombardierung eines Öllagers durch Israel im Iran für Aufsehen gesorgt, nach der dichte Rauchschwaden den Himmel über der Hauptstadt Teheran verdunkelten.
Israels Armeesprecher Effie Defrin betonte, Israel habe in der Nacht zu Sonntag Treibstofflager angegriffen, die vom iranischen Militär genutzt worden seien. «Dies ist das Öl, das die Räder des Regimes und seine Terroraktionen gegen den Staat Israel, gegen die Region und gegen die gesamte Bevölkerung am Laufen hält», sagte er. Israel kämpfe nicht gegen das «grossartige iranische Volk», sondern nur gegen das «Terrorregime», erklärte Defrin.
Das Nachrichtenportal «Axios» berichtete, die israelischen Angriffe auf die Treibstofflager seien deutlich über das hinausgegangen, was die USA erwartet hätten, als Israel Washington vorab darüber informiert habe. Das soll zur ersten bedeutenden Unstimmigkeit zwischen den Verbündeten seit Beginn des Krieges vor gut einer Woche geführt haben, schreibt das Portal unter Berufung auf einen US-Beamten, einen israelischen Beamten und eine weitere informierte Quelle.
Jetzt ist es offiziell: Modschtaba Chamenei ist neuer Oberster Führer
22.14: Nun ist es offiziell: Wie iranische Staatsmedien berichten, hat der Expertenrat Modschtaba Chamenei, den Sohn des getöteten Ali Chamenei, zum neuen Oberster Führer des Iran ernannt.

Weitere Angriffe in Saudi-Arabien
22.02: Am Abend teilte das saudische Verteidigungsministerium mit, dass zwei Drohnen, die auf das Ölfeld Schaiba zusteuerten, abgefangen und zerstört worden seien. Zudem sei eine ballistische Rakete abgefangen worden, die auf den Luftwaffenstützpunkt Prince Sultan Airbase abgefeuert worden sei.
US-Militär: Siebte Einsatzkraft stirbt im Krieg mit dem Iran
21.50: Die Zahl der im Iran-Krieg gefallenen US-Einsatzkräfte ist von sechs auf sieben gestiegen. In der vergangenen Nacht sei ein Angehöriger der Streitkräfte den Folgen seiner Verletzungen erlegen, die er während der ersten Angriffen des Irans erlitten habe, teilte das für die Region zuständige US-Kommando (Centcom) auf X mit.
Konkret soll die Person demnach bei einem Angriff auf US-Soldaten am vergangenen Sonntag in Saudi-Arabien schwer verletzt worden seien.
Israel meldet Angriff auf Irans Zentrale für Raketenangriffe
21.10: Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben das Hauptquartier der Luftwaffe der Revolutionsgarden in der iranischen Hauptstadt Teheran zerstört.
Von dort aus seien die iranischen Angriffe mit Raketen und Drohnen auf Israel und andere Länder der Region organisiert und gesteuert worden, sagte Armeesprecher Effie Defrin bei einer Online-Pressekonferenz. Die Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen und iranische Stellen äusserten sich nicht.
Mehr als halbe Million Vertriebene im Libanon
20.10: Im Libanon sind seit Ausbruch der jüngsten Kämpfe mit Israel vor einer Woche mehr als eine halbe Million Menschen als Binnenflüchtlinge registriert worden. Das erklärte Sozialministerin Hanin Sajid bei einer Pressekonferenz.
Bislang hätten sich 517.000 Menschen auf einer mit dem Ministerium verbundenen Plattform registriert, um Unterstützung zu erhalten. Mehr als 117.000 davon befänden sich in staatlichen Notunterkünften, hiess es weiter.
Trump: Wir haben die gesamte Marine des Irans versenkt
19.15: Das US-Militär hat nach Angaben von Präsident Donald Trump die Marine des Irans zerstört. Man habe 44 ihrer Schiffe versenkt – «ihre gesamte Marine», sagte Trump dem Sender ABC News nach dessen Angaben.
Unabhängig überprüfen liessen sich diese Angaben nicht. Die gesamte iranische Marine ausser Gefecht zu setzen, ist eines der erklärten Ziele des US-Militärs im Krieg gegen den Iran.

Nach Trumps Angaben haben die USA zudem die Luftwaffe des Irans lahmgelegt. «Ihre Flugabwehrsysteme sind Geschichte. Sie haben absolut keine Verteidigung mehr», sagte Trump laut ABC News.
Die den iranischen Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim meldete, bei dem US-Angriff auf die Fregatte «IRIS Dena» seien 104 der Besatzungsmitglieder gestorben, weitere 20 würden vermisst. Überlebt haben demnach 32 Mitglieder der Besatzung, die in Sri Lanka mit Verletzungen im Krankenhaus behandelt würden.
Das Schiff wurde übereinstimmenden Medienberichten zufolge in der vergangenen Woche von einem U‐Boot der US-Kriegsmarine mit einem Torpedo beschossen und versenkt.
Erstmals Tote in Saudi-Arabien
18.45: Erstmals seit Beginn des Iran-Kriegs ist es in Saudi-Arabien infolge eines mutmasslich iranischen Angriffs zu Todesfällen gekommen. Zwei Menschen seien beim Einschlag eines Geschosses in ein Wohngebäude im Gouvernement al-Chardsch südöstlich der Hauptstadt Riad getötet worden, sagte ein Sprecher des saudischen Zivilschutzes laut einer Regierungsmitteilung.
Bei den Opfern soll es sich demnach um einen indischen und einen bangladeschischen Staatsbürger gehandelt haben. Zwölf Menschen, die alle aus Bangladesch stammen, seien bei dem Vorfall zudem verletzt worden, hiess es weiter.
Das betroffene Gebäude gehöre zu einer Reinigungsfirma, so die Mitteilung. Versuche, zivile Einrichtungen zu treffen, seien ein eklatanter Verstoss gegen das humanitäre Völkerrecht, wurde der Sprecher zitiert. Zur genauen Herkunft des Geschosses äusserte er sich jedoch nicht.

Saudi-Arabien wurde seit dem Beginn des Iran-Kriegs vor gut einer Woche bereits mehrmals zum Ziel iranischer Angriffe. Die meisten Geschosse konnten laut Regierungsangaben jedoch abgefangen werden. Im Gouvernement al-Chardsch befindet sich der auch von den USA genutzte Luftwaffenstützpunkt Prince Sultan Airbase, der immer wieder von iranischen Geschossen angegriffen wurde. Saudi-Arabien betonte aber, dass er nicht als Ausgangspunkt für die jüngsten Angriffe auf den Iran gedient habe.
Israel meldet Angriff auf Irans Leitzentrale für Satelliten
16.45: Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben bei einer neuen Angriffswelle im Iran auch das Hauptquartier der Revolutionsgarden in Teheran getroffen. Dort habe sich eine Leitzentrale der Raumfahrtbehörde für die Steuerung des militärischen Überwachungssatelliten «Chayyam» befunden.
Dieser Satellit sei von den Revolutionsgarden für «terroristische Aktivitäten und zur Überwachung des Staates Israel und seiner Bevölkerung» eingesetzt worden, schrieb die Armee. Ob die Verbindung zu dem Satelliten damit unterbrochen wurde, war zunächst unklar. Die Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
Weitere Angriffsziele waren nach Angaben der israelischen Armee militärische Anlagen, darunter etwa 50 Munitionsbunker und Stützpunkte von Sicherheitskräften, die für die Unterdrückung von Demonstrationen und Massakern unter der Zivilbevölkerung eingesetzt worden seien.
Zwei israelische Soldaten bei Hisbollah-Angriff getötet
15.40: Bei einem Angriff der proiranischen Hisbollah-Miliz auf einen israelischen Armeeposten im Südlibanon sind nach Angaben eines Militärsprechers zwei israelische Soldaten getötet worden. Zu dem Angriff kam es den Angaben zufolge am frühen Morgen.
Einer der beiden Getöteten wurde als ein 38 Jahre alter Soldat identifiziert. Zu dem zweiten Toten machte die Armee zunächst keine Angaben. Das israelische Militär benachrichtigt vor einer namentlich Nennung getöteter Soldaten die betroffenen Familien.
15 Tote bei israelischen Angriffen im Libanon
12.15: Bei erneuten Luftangriffen Israels sind im Libanon nach dortigen Regierungsangaben mindestens 15 Menschen getötet worden. Israel habe südlich des Litani-Flusses nahe der gemeinsamen Grenze angegriffen, teilte das libanesische Gesundheitsministerium mit.
Dort sei in einem Dorf ein Wohngebäude getroffen worden. Örtlichen Medienberichten zufolge waren auch Frauen und Kinder unter den Opfern. Rettungskräfte suchten unter Trümmer nach Opfern.
Expertenrat hat offenbar Chamenei-Nachfolger gewählt
10.51: Gemäss der iranischen Verfassung bestimmt der Expertenrat, ein Gremium aus 88 Geistlichen, das neue Staatsoberhaupt. Einem iranischen Bericht zufolge wurde über die Nachfolge des getöteten Religionsführers bereits Konsens erzielt.

«In den ersten Stunden nach dem Märtyrertod des Führers trat der Expertenrat zusammen, und die Mehrheit einigte sich auf einen einzigen Kandidaten, der dem Präsidium der Versammlung mitgeteilt wurde», sagte ein Mitglied des Expertenrats nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Mehr.
Israel hatte bereits gewarnt, dass der noch zu bestimmende Nachfolger Chameneis auch getötet werden würde. Nach unbestätigten Berichten gelten Modschtaba Chamenei, der Sohn des verstorbenen obersten Führers, sowie Hassan Chomeini, der Enkel des Revolutionsführers Ruhollah Chomeini, als die beiden wichtigsten Kandidaten.
Swiss plant vorerst keinen weiteren Sonderflug in den Nahen Osten
10.13: Die Fluggesellschaft Swiss plant vorerst keinen weiteren Sonderflug, um gestrandete Schweizer aus dem Nahen Osten zurück in die Heimat zu bringen. Die Lage sei weiterhin sehr volatil.

Sollte sich die Lage ändern und das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) erneut Bedarf anmelden, werde man prüfen, einen weiteren Sonderflug durchzuführen. Das erklärte ein Swiss-Sprecher am Sonntag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
Swiss beobachte die Lage im Nahen Osten laufend. «Wir evaluieren fortlaufend, wann und unter welchen Bedingungen wir welchen Flugbetrieb wieder aufnehmen oder zusätzliche Verbindungen anbieten können», so der Sprecher weiter. Grundlage für jeden Entscheid sei die Sicherheit von Passagieren und Crews.
Bahrain: Wasser-Entsalzungsanlage bei Angriff beschädigt
09.29: Iran hat bei seinen Angriffen in den Golfstaaten nun auch eine wichtige Anlage für die Aufbereitung von Trinkwasser getroffen. Bei einem Drohenangriff sei eine Anlage zur Wasser-Entsalzung beschädigt worden, teilte Bahrains Innenministerium heute mit. Es handle sich um «iranische Aggression, die sich willkürlich gegen zivile Ziele» richte.
Ähnlich wie weitere der Golfstaaten ist das kleine Land Bahrain für seine Wasserversorgung stark auf die Entsalzung von Meerwasser angewiesen. Die Arabische Halbinsel ist eine sehr trockene Region mit nur wenigen natürlichen Süsswasser-Ressourcen. Die rund 400 Anlagen in den Golfstaaten, die vor allem mit Öl und Gas betrieben werden, produzieren etwa 40 Prozent des weltweit entsalzten Wassers.
«Schwarzer Regen» über Teheran
08.50: Laut «CNN»-Reporter Frederik Pleitgen fällt aktuell «schwarzer Regen» über Teheran.
It is raining oil in Tehran this morning after major airstrikes on oil facilities in the South and West of the Iranian capital. @CNN @cnni pic.twitter.com/2FBD9EnO9p
— Frederik Pleitgen (@fpleitgenCNN) March 8, 2026
«Man sieht, dass der Regen, das Regenwasser tatsächlich schwarz ist – und offenbar auch mit Öl gesättigt», so Pleitgen. Israel hatte zuvor die Ölinfrastruktur des Landes angegriffen.
Israel beginnt neue Angriffswelle im Iran
06.47: Israels Luftwaffe fliegt erneut Angriffe im Iran. Man habe eine neue Angriffswelle gegen militärische Infrastruktur im ganzen Land gestartet, teilte die Armee am Morgen auf Telegram mit.
In der Nacht hatten Israels Kampfflugzeuge erstmals ein Öllager in der Hauptstadt Teheran bombardiert. In sozialen Medien kursierten Aufnahmen, die einen massiven Feuerball und aufsteigende, dunkle Rauchschwaden zeigten.
Video zeigt riesige Flammen in der Nähe eines Öllagers in Teheran
06.15: In der Nähe eines Treibstofflagers in Teheran wurde am Samstagabend (Ortszeit) ein riesiges Feuer gesichtet, das gewaltige Rauchwolken in den Nachthimmel aufsteigen liess.
Der US-Sender «CNN» hat die dramatischen Aufnahmen einem Gebiet bei den Shahran-Öllageranlage im Nordweseten der iranischen Hauptsadt zuordnen können.
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Das israelische Militär gab bekannt, am Samstagabend Treibstofflager in Teheran angegriffen zu haben. Dieselbe Öllageranlage war bereits im Juni 2025 während des «Zwölf-Tage-Krieges» von Israel angegriffen worden.
Chinas Aussenminister kritisiert Krieg im Iran
05.38: Chinas Aussenminister Wang Yi hat den US-israelischen Angriff auf den Iran kritisiert. Macht gebe einem kein Recht, und die Welt dürfe nicht zum «Gesetz des Dschungels» zurückkehren, sagte Chinas Chefdiplomat in Peking am Rande des dort tagenden Nationalen Volkskongresses.

China fordere eine Feuerpause und ein Ende des Krieges. «Dies ist ein Krieg, der nie hätte passieren dürfen, und der für keine der beteiligten Seiten Vorteile hat», sagte Wang.
Kuwait von Drohnen und Raketen angegriffen
04.49: Kuwait ist in der Nacht auch mit ballistischen Raketen angegriffen worden. Die Luftabwehr habe drei in den Luftraum eingedrungene Geschosse abgefangen und zerstört, teilte die Armee des am Persischen Golf gelegenen Landes auf der Plattform X mit.
Kurz zuvor waren nach Angaben des Verteidigungsministeriums bereits Treibstofftanks des internationalen Flughafens von Kuwait Ziel von Drohnenangriffen geworden. Nähere Angaben gab es zunächst nicht. Die Armee erklärte, zivile Einrichtungen seien durch Trümmerteile infolge des Einsatzes der Luftabwehr beschädigt worden. Kuwait sei von einer «Welle feindlicher Drohnen» sowie von Raketen angegriffen worden, hiess es.
Israels Armee: Al-Kuds-Kommandeure in Beirut angegriffen
03.21: Israels Armee hat nach eigenen Angaben in der libanesischen Hauptstadt Beirut einen «präzisen Angriff» auf Kommandeure der Al-Kuds-Brigaden der iranischen Revolutionsgarden durchgeführt. Die Kommandeure des sogenannten Libanon-Korps hätten Terroranschläge auf Israel vorbereitet, teilte die Armee in der Nacht mit.
Nach libanesischen Angaben hatte Israels Militär gezielt ein Zimmer eines Luxushotels in Beirut angegriffen. Nach vorläufigen Angaben des Gesundheitsministeriums wurden dabei mindestens vier Menschen getötet und acht weitere Personen verletzt. Sicherheitskreisen zufolge war eines der Todesopfer ein iranischer Staatsbürger.
Tote bei israelischem Angriff auf ein Hotelzimmer in Beirut
02.24: Die israelische Armee hat nach libanesischen Angaben gezielt ein Zimmer eines Luxushotels in der Hauptstadt Beirut angegriffen. Nach vorläufigen Angaben des Gesundheitsministeriums wurden dabei mindestens vier Menschen getötet und acht weitere Personen verletzt.
Sicherheitskreisen zufolge war eines der Todesopfer ein iranischer Staatsbürger. Die Hintergründe des nächtlichen Angriffs waren zunächst unklar. Von den israelischen Streitkräften gab es zunächst keine Mitteilung zu dem Vorfall.
Erneut Angriffe in Saudi-Arabien und Kuwait
01.32: Saudi-Arabien und Kuwait sind erneut Ziel von Angriffen geworden. Das saudische Verteidigungsministerium teilte in der Nacht auf der Plattform X mit, dass im Osten der Hauptstadt Riad sechs Drohnen abgefangen und zerstört worden seien.
In Kuwait wurden Treibstofftanks des internationalen Flughafens des Landes Ziel von Drohnenangriffen, wie das Verteidigungsministerium auf X bekanntgab. Die Streitkräfte seien zur Abwehr der «Welle feindlicher Drohnen» im Einsatz gewesen. Nähere Angaben machten die beiden Golfstaaten nicht.
Trump sieht Schuld für Bombardierung von Mädchenschule beim Iran
01.11: Trump hat Teheran beschuldigt, für die Bombardierung einer Mädchenschule im Iran am ersten Kriegstag verantwortlich zu sein. Auf die Frage, ob die USA für den verheerenden Angriff verantwortlich seien, sagte Trump an Bord des Regierungsfliegers Air Force One vor Journalisten: «Nein, meiner Meinung nach, basierend auf dem, was ich gesehen habe, wurde das vom Iran getan».
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth, der mit ihm reiste, bestätigte das nicht direkt. Die USA untersuchten den Vorfall, sagte er. Bei dem Angriff in Minab im Süden des Landes wurden nach iranischen Angaben am vergangenen Samstag unter anderem etwa 170 Schülerinnen getötet.
Trump will Kurden nicht in Iran-Krieg einbinden
00.02: Trump hat die Einbindung von Kurden in den Iran-Krieg ausgeschlossen. Kurdische Kämpfer in der Region seien bereit dazu, aber er habe ihnen gesagt, dass er das nicht wolle, sagte Trump an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One vor Journalisten.
Die USA hätten eine gute Beziehung zu den Kurden, «aber wir wollen den Krieg nicht komplizierter machen, als er ohnehin schon ist», sagte Trump.

Viele iranische Kurden leben wegen der systematischen Verfolgung in ihrer Heimat im benachbarten Irak. Einige sehen jetzt die Chance, Irans Regierung zu stürzen und in einer möglichen neuen Regierung auch dort mehr Schutz und Freiheiten zu erlangen.
Israels Armee setzt Angriffe im Libanon fort
23.43: Die israelische Armee setzt ihre Angriffe auf die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz im Libanon auch in dieser Nacht fort. In den als Dahija bezeichneten südlichen Vororten der Hauptstadt Beirut werde Infrastruktur der Miliz bombardiert, schrieb die Armee auf Telegram. Kurz zuvor hatte sie nach eigenen Angaben in Reaktion auf einen Raketenbeschuss aus dem Libanon eine Abschussanlage der Schiiten-Miliz attackiert und zerstört.
Trump an Starmer: Brauchen eure Flugzeugträger nicht mehr
23.01: Trump hat die aus seiner Sicht zu späte Bereitschaft zur Unterstützung durch den Verbündeten Grossbritannien im Iran-Krieg kritisiert. Das Vereinigte Königreich, «unser einst grossartiger Verbündeter», erwäge nun ernsthaft, zwei Flugzeugträger in den Nahen Osten zu verlegen, behauptete Trump auf seiner Plattform Truth Social.
«Das ist OK, Premierminister (Keir) Starmer, wir brauchen sie nicht mehr – aber wir werden uns daran erinnern.» Man brauche keine Leute, die sich erst dann an Kriegen beteiligten, wenn sie bereits gewonnen seien, kritisierte Trump.
Israels Militär: Auch iranische Ölreserven angegriffen
22.30: Das israelische Militär hat nach Angaben eines Militärsprechers erstmals die nationalen Ölreserven des Irans in Teheran angegriffen. Ein Militärsprecher sagte, dies sei ein Teil der Massnahmen gegen Einrichtungen der iranischen Führung. Es seien etwa 30 Öltanks angegriffen worden.
In einer späteren Militärmitteilung war von «mehreren Treibstofflagern» die Rede. Die iranischen Streitkräfte nutzten diese Tanks für ihre militärische Infrastruktur, hiess es. Über sie werde Treibstoff an verschiedene Abnehmer verteilt, darunter auch militärische Einrichtungen im Iran.

Nach Angaben des iranischen Staatssenders IRIB bestätigten die Revolutionsgarden (IRGC) die Bombardierung einer Ölraffinerie im Süden der Hauptstadt Teheran. Als Reaktion sei die Ölanlage im israelischen Haifa mit Raketen beschossen worden, so die IRGC in einer Mitteilung.
In sozialen Medien wurden Videos und Bilder aus Teheran geteilt, auf denen massive Flammen zu sehen waren. Am Abend hatte das israelische Militär eine weitere Angriffswelle gegen den Iran angekündigt.












