Basis auf Chagos-Inseln: Trump greift London scharf an

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Grossbritannien,

Inmitten der Grönland-Krise hat US-Präsident Donald Trump Nato-Partner Grossbritannien für eine strategische Entscheidung im Indischen Ozean attackiert.

Donald Trump
Kritisiert die britische Regierung: US-Präsident Donald Trump. - keystone

Die nach langen Verhandlungen vereinbarte Rückgabe der Chagos-Inseln an Mauritius sei «ein Akt grosser Dummheit», schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Zudem sei es «ein weiterer» Grund, warum Grönland an die USA übergeben werden müsse.

Die Briten hatten die Chagos-Entscheidung im Mai 2025 bekanntgegeben. Für die für Trump entscheidende Insel Diego Garcia, auf der ein gemeinsam von Grossbritannien und den USA genutzter Militärstützpunkt liegt, gilt allerdings eine Ausnahme. Die Insel soll trotz der Souveränität Mauritius' noch mindestens 99 Jahre unter britischer Kontrolle bleiben. Dafür zahlen die Briten eine Milliardensumme.

Die US-Regierung hatte den Deal im vergangenen Jahr ausdrücklich begrüsst – dem britische Premier Keir Starmer zufolge auch Trump persönlich. US-Aussenminister Marco Rubio sagte damals, Trump habe seine «Unterstützung für diese monumentale Errungenschaft» zum Ausdruck gebracht.

Jetzt schrieb der US-Präsident bei Truth Social ohne den Kontext des Pachtvertrages, Grossbritannien plane, die Insel Diego Garcia an Mauritius abzugeben. Es gebe «keinen Zweifel» daran, dass China und Russland diesen «Akt der totalen Schwäche» bemerkt hätten. Eine mutmassliche Bedrohung durch diese beiden Staaten führt der US-Präsident als Hauptgrund dafür an, dass die USA das zum Königreich Dänemark gehörende Grönland besitzen müssten.

Die Chagos-Inseln liegen mitten im Indischen Ozean. Starmer hatte die Lage des Militärstützpunkts als von «grösster Bedeutung für Grossbritannien» bezeichnet. Der Stützpunkt sei einer der wichtigsten Beiträge, die das Land in der Sicherheitspartnerschaft mit den USA leiste. In Grossbritannien wird Trumps jüngste Kritik auch als Zeichen sich deutlich verschlechternder Beziehungen zwischen dem US-Präsidenten und dem britischen Premier gewertet.

Kommentare

User #5381 (nicht angemeldet)

Donald sollte wieder einmal die Hebriden-Inseln besuchen (arme Heimat seiner Mutter). Nicht vergessen: Er ist erst in der 3. Generation Amerikaner.

User #8082 (nicht angemeldet)

Es muss endlich ernsten Widerstand geben- nur das versteht er...

Weiterlesen

Kerzers FR
33 Interaktionen
6 Tote
trump
318 Interaktionen
Nach Trumps Rede

MEHR IN POLITIK

Libanon
3 Interaktionen
Tel Aviv
2 Interaktionen
Kiew/Washington
Ukrainegespräche
2 Interaktionen
Kiew/Washington
4 Interaktionen
Washington

MEHR AUS GROSSBRITANNIEN

Eugenie
65 Interaktionen
Job verloren
Glasgow Brand Feuerwehr
Nahe Bahnhof
Andrew
67 Interaktionen
Epstein-Akten
de
8 Interaktionen
Wüste Szenen