Die äthiopische Armee hat nach eigenen Angaben im Grenzgebiet zwischen Somalia und Äthiopien fast 100 Militanten der islamistischen Al-Shabaab getötet. Seit Mitte der Woche hatten sich zahlreiche Zusammenstösse zwischen den Extremisten sowie Soldaten und Polizisten beider Länder ereignet. Vierzehn militärische Fahrzeuge der Miliz seien zerstört und eine grosse Menge an Waffen konfisziert worden, hiess es am Samstagabend in einer Mitteilung der äthiopischen Verwaltungsregion Somali, die an das Nachbarland Somalia grenzt. Die Situation sei wieder unter Kontrolle gebracht worden.
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Ein Kämpfer in Äthiopien. - AFP
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Das Wichtigste in Kürze

  • Der somalische Militärberater Hassan Mohamud sagte der Deutschen Presse-Agentur am Freitag, es sei äusserst ungewöhnlich, dass die in Somalia angesiedelte Al-Shabaab die Grenze zu Äthiopien überschritten habe.

In einer Pressemitteilung der Region heisst es, die somalischen Kämpfer beabsichtigten Verstecke innerhalb von Äthiopien zu errichten, um an der Seite dortiger Rebellen der Oromo zu kämpfen.

Mehrere Einsatzkräfte verloren in den Zusammenstössen ihr Leben. Die genaue Zahl der Opfer war zunächst unbekannt. Al-Shabaab erklärte am Freitag, 87 Soldaten und Polizisten getötet zu haben.

Die Terrormiliz begeht immer wieder Anschläge in der Region am Horn von Afrika. Sie will Somalias Regierung stürzen, um einen islamischen Staat zu errichten.

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