Somalische Islamisten nehmen Insel nahe der Grenze zu Kenia ein
Kämpfer der islamistischen Terrormiliz Al-Shabaab in Somalia haben eine kleine, aber strategisch wichtige Insel nahe der Grenze zu Kenia eingenommen.

Die Terrorgruppe erklärte über ihren Rundfunksender, sie habe bei Kämpfen um die Insel Dutzende Regierungssoldaten der somalischen Region Jubbaland getötet.
Der örtliche Minister für Sicherheit sagte, die Sicherheitskräfte hätten sich aus dem Gebiet zurückgezogen, nachdem es am Morgen zu einem schweren Angriff der Islamisten von verschiedenen Seiten gekommen sei. Nach Regierungsangaben wurden zwei Soldaten getötet, mehrere werden noch vermisst.
Die Insel Kudha ist wegen ihrer Lage nahe der Grenze zum Nachbarland Kenia von grosser strategischer Bedeutung. Als sie in früheren Jahren unter Kontrolle von Al-Shabaab stand, spielte sie unter anderem eine Rolle für den Waffenschmuggel von der kenianischen Küstenregion, wo Al-Shabaab ebenfalls Kämpfer rekrutierte. Die Islamisten verüben immer wieder auch Anschläge in der kenianischen Grenzregion. Kenianisches Militär hatte die Insel erst vor einem Jahr an die Sicherheitskräfte von Jubbaland übergeben.
Al-Shabaab strebt einen islamistischen Staat am Horn von Afrika an. Die Angriffe der Miliz gelten nicht nur den Sicherheitskräften und Politikern, sondern auch Journalisten und Vertretern der Zivilgesellschaft, die für einen westlichen Lebensstil stehen.










