Schweizer Armee

    Mitte-Präsident Bregy steht alleine hinter Steuererhöhung für Armee

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    Bern,

    Für Mitte-Präsident Philipp Matthias Bregy ist eine temporäre Erhöhung der Mehrwertsteuer zugunsten der Armee eine mehrheitsfähige Lösung.

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    Mitte-Präsident Philipp Matthias Bregy. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Mitte-Präsident Philipp Matthias Bregy setzt sich für die Erhöhung der Mehrwertsteuer ein.
    • Damit steht seine Partei allerdings alleine da.
    • Alle anderen Parteien erachten die Steuererhöhung als falschen Weg.

    «Wir sehen, dass sich die Sicherheitslage drastisch verschärft und die Schweiz diese nicht prästieren kann», sagte der Mitte-Präsident Philipp Matthias Bregy in der Samstagsrundschau von Radio SRF.

    «Dafür braucht es Lösungen.» Eine Erhöhung der Mehrwertsteuer erachtet er dafür als den «demokratisch richtigen Weg». Seine Partei steht mit dieser klar befürwortenden Haltung jedoch bisher alleine da.

    Soll die Mehrwertsteuer erhöht werden?

    Bregy bezog sich damit auf die Pläne des Bundesrats, den Mehrbedarf für die Sicherheit im Umfang von 31 Milliarden Franken mit einer auf zehn Jahre befristeten, zweckgebundenen Erhöhung der Mehrwertsteuer um 0,8 Prozentpunkte zu decken. Dieses Geld soll in einen verschuldungsfähigen Rüstungsfonds fliessen.

    Erhöhung soll «sozial» ausgestaltet werden

    Laut der Mitte soll die Erhöhung aber «sozial» ausgestaltet werden und der reduzierte Satz – anders als von der Regierung vorgeschlagen – unverändert bleiben, ebenso der Sondersatz. «Damit nimmt man den Druck vom Mittelstand und den Ärmeren», sagte Bregy.

    Ob der Normalsatz zur Kompensation noch höher angesetzt werden oder die Erhöhung länger gelten soll, lasse die Mitte offen.

    Der Parteipräsident vertraue darauf, dass die daraus generierten Mehreinnahmen zielführend eingesetzt werden – trotz der vergangenen Beschaffungsdebakel im Rüstungsbereich. «Man hat gelernt aus den Fehlern der Vergangenheit und wird sie sicher nicht mehr im gleichen Mass machen.»

    Mitte steht mit befürwortenden Position alleine da

    Die linken Parteien sehen das anders. Mit Verweis auf die «Kostenexplosion des F-35» lehnten die Grünen die Erhöhung ab.

    Für die SP sei mehr Sicherheit auch ohne zusätzliche Beschaffungsmilliarden möglich. Die SVP und die FDP wollen zwar ein höheres Verteidigungsbudget, erachten aber die Steuererhöhung als falschen Weg.

    Neben der Mitte hat einzig die GLP die Pläne des Bundesrats zumindest nicht kategorisch abgelehnt. Sie steht ihnen jedoch kritisch gegenüber und will den Finanzbedarf einem «Realitätscheck» unterziehen.

    Kommentare

    User #2435 (nicht angemeldet)

    Es braucht in der Schweiz eine mässige Erbschaftssteuer, zweckgebunden für die AHV, eine Luxusgütersteuer und eine Finanztransaktionssteuer! Das alles trifft den Normalverdiener kaum! Aber unser Parlament agiert auf Kindergartenniveau.

    User #4317 (nicht angemeldet)

    Bregy hat bei der 13. AHV-Rente ein paar gute Vorschläge wie die Einführung einer Transaktionssteuer gemacht. Warum er nun an einer Erhöhung der MwSt. festhält, ist nicht nachvollziehbar.

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