In Kenia sind knapp 840.000 gespendete Corona-Impfdosen des Pharmakonzerns AstraZeneca abgelaufen.
Impfung in Kenia
Impfung in Kenia - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Ministerium macht Impfskepsis und kurze Haltbarkeit verantwortlich.

Das Gesundheitsministerium des ostafrikanischen Landes machte dafür am Mittwoch Impfskepsis in der Bevölkerung, aber auch eine kurze Haltbarkeit der gelieferten Impfstoffe verantwortlich.

«Wir beobachten weiterhin Impfskepsis, die auf Gerüchte und Falschinformationen insbesondere über Fruchtbarkeitsbedenken zurückzuführen ist», erklärte das Ministerium. Zugleich seien die über die internationale Impfinitiative Covax gespendeten Impfstoffe im Januar geliefert worden und bereits Ende Februar abgelaufen, was wenig Zeit für eine Verabreichung gelassen habe. Künftig würden deswegen nur noch Impfstoffe angenommen, die zum Zeitpunkt der Lieferung noch mindestens vier Monate lang haltbar seien.

«Jede abgelaufene Dosis stellt eine vertane Chance dar, ein Leben zu retten», beklagte das Gesundheitsministerium. In Kenia sind rund 30 Prozent der Zielbevölkerung gegen das Coronavirus geimpft. In den vergangenen Wochen hat sich das Tempo bei den Impfungen aber deutlich verlangsamt, unter anderem in Folge sinkender Corona-Fallzahlen. Wurden Anfang vergangenen Monats landesweit noch täglich rund 250.000 Impfdosen verimpft, waren es zuletzt teilweise nur noch rund 30.000.

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