Iran-Ticker: Treibstofflager beschädigt - Brand am Airport Dubai
Vor bald zwei Wochen griffen die USA und Israel den Iran an, der grossflächig zurückschlug. Die für den Öl-Handel wichtige Strasse von Hormus ist blockiert.
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Das Wichtigste in Kürze
- Die USA und Israel greifen weiterhin Ziele im Iran und Libanon an.
- Der Iran schlägt zurück und bombardiert auch die Golfstaaten.
- Wegen der Eskalation im Nahen Osten sind die Benzin-Preise stark angestiegen.
Die Lage im Nahen Osten spitzt sich weiter zu: Nach Angriffen Israels und der USA auf Ziele im Iran reagiert Teheran mit Gegenschlägen und Drohungen gegen Schifffahrt und Militärbasen in der Region. Besonders die Seeschlacht um die wichtige Handelsroute, die «Strasse von Hormus», verschärft sich.
Weltweit machen sich Regierungen derweile vor allem besonders um den weiterhin hohen Ölpreis grosse Sorgen. US-Präsident Donald Trump hat schon mehrfach versucht, einen Einfluss darauf zu nehmen und ein baldiges Kriegsende erwähnt, doch konkrete politische Ziele der USA bleiben unklar.
Gleichzeitig verstärken die Vereinigten Staaten ihre militärische Präsenz in der Region: Das Pentagon hat zusätzliche Kriegsschiffe sowie rund 5000 Marineinfanteristen in den Nahen Osten entsandt.
Im Ticker von Nau.ch verpasst du keine neue Entwicklung:
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Flugbetrieb in Dubai vorübergehend ausgesetzt
03.15: Nach dem Einschlag einer Drohne bei einem der Treibstofftanks in der Nähe des internationalen Flughafens von Dubai gibt das Medienbüro von Duabi bekannt, dass der Brand erfolgreich eingedämmt wurde. «Es wurden keine Verletzungen gemeldet», hiess es weiter.
Die Zivilluftfahrtbehörde von Dubai erklärte ihrerseits, sie setze den Flugbetrieb am Flughafen vorübergehend aus: «als Vorsichtsmassnahme, um die Sicherheit aller Passagiere und Mitarbeiter zu gewährleisten».
Trump sagt, die USA würden Irans Drohnenfabriken «angreifen»
03.12: US-Medien berichten über weitere Aussagen von Trump, die er zuvor im Gespräch mit Reportern an Bord der Air Force One gemacht hatte. Demnach meinte er etwa, die USA würden Orte „angreifen“, an denen der Iran Drohnen baue, die für Angriffe gegen die USA und Israel eingesetzt würden.
«Der Iran verfügt nur noch über sehr geringe Feuerkraft. Wir haben seine Produktionskapazitäten dezimiert», sagte er. Und weiter: «Ebenso stark ist die Zahl der Drohnen zurückgegangen, auf etwa 20 Prozent des ursprünglichen Bestands. Seit gestern greifen wir die Produktionsstätten an.»
Trump verschärft Druck auf US-Medien wegen Iran-Berichten
03.00: Trump hat seine Kritik an US-Medien wegen angeblicher Falschberichterstattung über den Iran-Krieg erneuert. Der Republikaner warf ihnen vor, vom iranischen Machtapparat mittels Künstlicher Intelligenz erzeugte Fake-Bilder und -Videos sowie Falschbehauptungen zu verbreiten – «in enger Abstimmung» mit dem Iran.
Der Iran sei dabei, den Krieg zu verlieren, und «Die linksradikale Presse weiss das ganz genau, verbreitet aber weiterhin falsche Berichte und LÜGEN», schrieb der Präsident auf seiner Plattform Truth Social. Deshalb sei er begeistert, dass die Lizenzen einiger dieser «korrupten und hochgradig unpatriotischen "Nachrichten»-Organisationen" nun von der Medienaufsichtsbehörde überprüft würden.
Trump sagt, der Iran wolle «schlecht verhandeln»
02.50: Der US-Präsident hat an Bord der Air Force One mit Reportern gesprochen. Er behauptete erneut, der Iran wolle «schlecht verhandeln», er glaube aber nicht, dass er «bereit sei, das zu tun, was er tun müsse».
Und weiter: «Ich denke, sie werden irgendwann verhandeln. Wir stehen in Bezug auf die gesamte Situation im Iran sehr gut da». Trump sagte ausserdem, er führe Gespräche mit «anderen Ländern» über die «Überwachung» der Strasse von Hormus angesichts der anhaltenden Drohungen mit Vergeltungsschlägen aus dem Iran.
Saudi-Arabien fängt Dutzende Drohnen ab
02.30: Das saudische Verteidigungsministerium gab bekannt, in den vergangenen anderthalb Stunden 37 Drohnen im Osten des Landes abgefangen zu haben. Es wurde nicht angegeben, von wo aus die Drohnen gestartet wurden.
Der iranische Botschafter in Saudi-Arabien, Alireza Enayati, sagte der Nachrichtenagentur Reuters zuvor, dass Teheran nicht hinter den jüngsten Angriffen auf die saudische Ölinfrastruktur stecke, darunter die Raffinerie Ras Tanura an der Ostküste und mehrere versuchte Drohnenangriffe auf das Ölfeld Shaybah nahe der Grenze zu den Vereinigten Arabischen Emiraten.
«Der Iran ist nicht für diese Angriffe verantwortlich, und wenn der Iran sie verübt hätte, hätte er dies bekannt gegeben», sagte er.
Drohne beschädigt Treibstofflager – Brand am Flughafen Dubai
01.55: Bei einem Drohneneinschlag in Dubai ist ein Treibstofflager des Flughafens beschädigt worden und in Flammen aufgegangen. Einsatzkräfte bemühten sich, das Feuer unter Kontrolle zu bringen, erklärten die Behörden des Emirats auf der Plattform X.
Es würden alle notwendigen Massnahmen getroffen, um die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten. Bislang gebe es keine Berichte über Verletzte. Weitere Einzelheiten zu dem Vorfall – und dem Ausmass des Brandes – wurden zunächst nicht genannt.
Daten der Webseite «Flightradar» liessen darauf schliessen, dass der Flughafen am frühen Montagmorgen zumindest für kurze Zeit gesperrt wurde. Mehrere ankommende Flüge flogen Schleifen.
Macron: Irans Angriffe auf Nachbarn müssen aufhören
23.52: Macron hat an seinen iranischen Kollegen Massud Peseschkian appelliert, dass Angriffe auf Länder in der Region sofort aufhören müssen. «Ich habe ihn aufgefordert, die inakzeptablen Angriffe, die der Iran gegen die Länder der Region führt – sei es direkt oder über Stellvertreter wie im Libanon und im Irak -, unverzüglich einzustellen», schrieb Macron nach einem Telefonat mit Peseschkian auf der Plattform X.

Er warnte Peseschkian demnach davor, Frankreich ebenfalls ins Visier zu nehmen: Frankreich handele ausschliesslich zum Zweck der Verteidigung, um seine Interessen und die der Partner in der Region zu schützen sowie die Freiheit der Schifffahrt zu gewährleisten.
Irans Präsident spricht mit Macron über Strasse von Hormus
22.05: Die Präsidenten aus dem Iran und Frankreich haben sich nach Angaben aus Teheran über die Lage in der Strasse von Hormus ausgetauscht. Massud Peseschkian telefonierte am Sonntag mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron, wie aus einer iranischen Regierungserklärung hervorgeht. Nähere Details zu diesem Thema gab es zunächst nicht.
Der Schiffsverkehr durch die Meerenge ist infolge des Kriegs und durch iranischen Beschuss nahezu zum Erliegen gekommen, was die Ölpreise weltweit in die Höhe treibt. Peseschkian sprach nach Angaben aus Teheran von einem aufgezwungenen Krieg. Er kritisierte die Haltung «einiger europäischer Länder» und warf ihnen vor, Israel und die USA blind zu unterstützen.

Irans Präsident forderte, dass Völkerrecht und Rechtsstaatlichkeit gewahrt werden. «Wir haben keinen Zweifel daran, den Aggressoren entgegenzutreten und unser Staatsgebiet sowie unsere nationale Sicherheit entschlossen und legitim zu verteidigen», sagte er.












