Wohnung von Rudy Giuliani wird laut Medien von Ermittlern durchsucht

    AFP
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    USA,

    Medienberichten zufolge wurden die Wohnung und das Büro von Trumps früherem Anwalt Rudy Giuliani durchsucht. Die Ermittler beschlagnahmten elektronische Geräte.

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    Ex-Trump-Anwalt Rudy Giuliani. - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • US-Ermittler haben elektronische Geräte von Rudy Giuliani beschlagnahmt.
    • Die Justiz hat die Ukraine-Aktivitäten von früherem New Yorker Bürgermeister im Visier.

    US-Ermittler haben Medienberichten zufolge die New Yorker Wohnung und das Büro von Rudy Giuliani durchsucht. Giuliani ist der frühere Anwalt von Ex-Präsident Donald Trump.

    Bei den Durchsuchungen gehe es um die Ukraine-Aktivitäten des 76-Jährigen. Dies berichteten am Mittwoch unter anderem die «New York Times» und der Nachrichtensender CNN unter Berufung auf informierte Kreise. Demnach wurden auch elektronische Geräte des früheren New Yorker Bürgermeisters beschlagnahmt, was bei Anwälten sehr selten ist.

    Betrieb Rudy Giuliani illegale Lobbyarbeit?

    Es wird geprüft, ob Giuliani 2019 in Washington illegale Lobbyarbeit für ukrainische Regierungsvertreter und Oligarchen betrieb. Dies laut der «New York Times». Die Prüfung erfolgt durch die Bundesstaatsanwaltschaft in New York und die Bundespolizei FBI.

    Der Trump-Anwalt suchte damals in der Ukraine zugleich nach belastendem Material gegen den Demokraten Joe Biden. Dieser besiegte Trump schliesslich bei der Präsidentschaftswahl im vergangenen November.

    Rudy Giuliani
    Rudy Giuliani und Donald Trump. (Archivbild) - Keystone

    Giuliani hatte in der Ukraine-Affäre, die 2019 zum ersten Amtsenthebungsverfahren gegen Trump führte, eine wichtige Rolle gespielt. Trump hatte den ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj zu Wahlkampfhilfe gegen seinen künftigen Herausforderer Biden gedrängt. Giuliani, seit April 2018 Privatanwalt Trumps, war dabei einer der Mittelsmänner des US-Präsidenten und reiste in die Ukraine.

    Nach Trumps Wahlniederlage führte Giuliani die Bemühungen des abgewählten Präsidenten an, den Ausgang der Wahl anzufechten. Der in seiner Zeit als New Yorker Bürgermeister hoch angesehene Giuliani sorgte dabei wiederholt für Aufsehen. Dies mit skurrilen Auftritten und unbelegten Wahlbetrugsvorwürfen. Ein Wahlmaschinen-Hersteller verklagte den Anwalt in der Folge auf 1,3 Milliarden Dollar (knapp 1,1 Milliarden Euro) Schadenersatz wegen Verleumdung.

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