Donald Trump vor Zwischenwahlen: «Werden sie nicht gewinnen lassen»

Keystone-SDA
Keystone-SDA, Antun Boskovic

USA,

Einen Tag vor dem 250. Geburtstag der USA warnte Donald Trump in einer Rede vor Kommunismus und sprach diesbezüglich über die Zwischenwahlen.

Donald Trump Mount Rushmore
US-Präsident Donald Trump hält am Freitag, dem 3. Juli 2026, in der Nähe von Keystone, South Dakota, eine Rede am Mount Rushmore National Memorial. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Trump sagte: «Unsere Rechte» seien von Gott verliehen worden, «der uns erschaffen hat».
  • Zugleich erklärte er: «Man kann Kommunist sein oder Patriot.»
  • Er warnte: «Wir werden sie nicht gewinnen lassen, sie haben keine Chance!»

US-Präsident Donald Trump hat anlässlich des 250. Geburtstags der USA seine Landsleute vor kommunistischem Gedankengut gewarnt. «Man kann Kommunist sein oder Patriot», sagte der Republikaner vor Anhängern im US-Bundesstaat South Dakota. Trump verwendet den Begriff Kommunismus seit einiger Zeit häufiger, um auch linke innenpolitische Gegner und deren Positionen zu attackieren.

Laut Trump ist der Kommunismus «eine tödliche Gefahr für die amerikanische Freiheit». In seiner Rede scheint er damit die Demokraten gemeint zu haben, wie die «Bild» schreibt. Denn anschliessend sagte der US-Präsident: «Was die letzte Regierung uns angetan hat, werden wir nie vergessen.»

Donald Trump: «Werden sie nicht gewinnen lassen»

Und er warnte: «Wir werden sie nicht gewinnen lassen, sie haben keine Chance!» In den USA stehen im November die wichtigen Zwischenwahlen an.

Können die Demokraten bei den Zwischenwahlen im November zulegen?

Anschliessend sprach Trump von «Tausenden von Jahren», in denen der Kommunismus die Welt bedroht habe (Karl Marx schrieb sein Manifest erst 1848).

Mit Kommunisten scheint Trump alle seine politischen Gegner zu meinen: «Sie attackieren unsere Zukunft. Wir werden das nicht passieren lassen. Wir werden sie sehr schnell wegschicken, ins Exil. Die USA werden nie ein kommunistisches Land sein.»

Zugleich zeichnete Trump in seiner Rede vor der Kulisse des berühmten Mount Rushmore am Vorabend des Unabhängigkeitstags das Bild von den USA als Nation, die sich auf Gott berufe. Trump sagte: «Unsere Rechte» seien von Gott verliehen worden, «der uns erschaffen hat».

Trump hebt englische Sprache hervor

Der 80-Jährige betonte ausserdem: «Kein anderes Land hat dieser Welt mehr Gutes gebracht als die Vereinigten Staaten von Amerika.» Er hob hervor, dass man in den USA Englisch spreche, weil es die Sprache der Gründerväter sei. Trump erwähnte nicht, dass sehr viele Menschen in den USA auch Spanisch sprechen.

Der Mount Rushmore ist weltberühmt für das Präsidenten-Denkmal: Die Köpfe von George Washington (1. Präsident), Thomas Jefferson (3. Präsident), Theodore Roosevelt (26. Präsident) und Abraham Lincoln (16. Präsident) sind in den Felsen gemeisselt.

Mount Rushmore Trump-Rede Helikopter
UH-60 Black-Hawk-Helikopter fliegen über den Ort hinweg, während Innenminister Doug Burgum am Freitag, dem 3. Juli 2026, in der Nähe von Keystone, South Dakota, vor Präsident Donald Trump am Mount Rushmore National Memorial eine Rede hält. - keystone

Es war nicht das erste Mal, dass Trump die Kulisse des Nationaldenkmals Mount Rushmore nutzte. Bereits vor sechs Jahren kam er direkt am Unabhängigkeitstag und machte in einer Rede Stimmung gegen Teilnehmer einer landesweiten Protestbewegung gegen Rassismus.

Höhepunkt der Feierlichkeiten am Samstag

Der heutige Samstag ist der Höhepunkt der Feierlichkeiten. Am späten Abend soll es in Washington ein riesiges Feuerwerk geben, das von mehreren Standorten gezündet wird. Bereits am Freitag flogen mit lautem Getöse immer wieder Kampfjets über die Köpfe der Einwohner Washingtons hinweg, heute wird es erneut viele Flüge geben.

Was die Feierlaune vieler Menschen wohl beeinträchtigt: Seit Tagen ächzt die US-Hauptstadt unter sengender Hitze um die 40 Grad. Trump hält das nicht ab – im Gegenteil: Er will «eine richtig lange Rede halten, nur um zu zeigen, dass ich alles schaffen kann», hatte er in dieser Woche angekündigt.

Macht Donald Trump in seiner zweiten Amtszeit einen guten Job?

Sein Auftritt ist für 21.45 Uhr US-Ostküstenzeit (Sonntag, 3.45 Uhr MESZ) geplant. Für den Vormittag ist bereits eine grosse Parade in der Stadt wegen der extremen Hitze abgeblasen worden.

Trump steht aktuell innenpolitisch massiv unter Druck. Vor allem am Iran-Krieg stossen sich viele Menschen im Land. Seine Zustimmungswerte sind schon lange niedrig. Viele Amerikaner sind kriegsmüde, während die US-Regierung das Kriegerethos beschwört.

Der Präsident trat in den vergangenen Tagen verstärkt rund um die Feierlichkeiten zum 250. Geburtstag auf und nutzte seine Reden auch dazu, um die aus seiner Sicht Erfolge seiner zweiten Amtszeit hervorzuheben.

Kommentare

User #5081 (nicht angemeldet)

Klapps Mühlen mühlen auch langsam. Gell Donny.

User #6439 (nicht angemeldet)

Warum nur gibt die amerikanische "Demokratie" einem Präsidenten so viel Macht in die Hand? - Steht das wirklich so in der Verfassung?

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