Wladimir Putin

    Wladimir Putin: «Republikaner hegen gewisse Bewunderung für ihn»

    Anna-Lena Burkard
    Anna-Lena Burkard

    USA,

    In einem Interview wird Wladimir Putin von Donald Trump als «genial» bezeichnet. Eine USA-Expertin ordnet die Äusserungen des Ex-US-Präsidenten ein.

    trump putin
    US-Präsident Donald Trump mit Wladimir Putin, Präsident von Russland. (Archivbild) - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Wladimir Putin stösst angesichts des Ukraine-Konflikts international auf Kritik.
    • Demgegenüber wird er vom Ex-US-Präsidenten Donald Trump als «genial» gerühmt.
    • Eine USA-Expertin erklärt die Absicht hinter Trumps Äusserungen.

    Das Verhalten des russischen Präsidenten Wladimir Putin im Ukraine-Krieg sorgt international für Empörung. Einer aber steht hinter den Entscheidungen Putins: der ehemalige US-Präsident Donald Trump. Als «genial» und «smart» rühmte Trump den russischen Machthaber in einem neuen Radiointerview.

    Besonders Putins Ankündigung, dass russische Soldaten in der Ostukraine für den «Friedenserhalt» sorgen sollten, scheint dem Politiker zu gefallen: «Das ist die stärkste Friedenstruppe, die ich jemals gesehen habe. Da gab es mehr Panzer, als ich jemals gesehen habe.»

    Republikaner bewundern Wladimir Putin

    Doch was ist die Absicht hinter Trumps Lobeshymne auf Wladimir Putin?

    USA-Expertin Claudia Franziska Brühwiler von der Universität St. Gallen erklärt gegenüber Nau.ch: «Donald Trump platziert seine Bemerkungen in einer Zeit, in der sich die Republikanische Partei uneins ist.»

    Uneinigkeit bestehe bezüglich des Verhaltens von Putin und einer angemessenen amerikanischen Reaktion darauf.

    Donald Trump Wladimir Putin
    US-Präsident Donald Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem früheren Treffen. - keystone

    Während Vertreter einer traditionellen republikanischen Aussenpolitik für hartes Durchgreifen votierten, gebe es durchaus auch Sympathiebekundungen für Putin. «Auch hat eine Umfrage jüngst gezeigt, dass unter Republikanern eine gewisse Bewunderung für Putin existiert.»

    Brühwiler ist sich sicher: «Nun möchte Trump diese Ausgangslage nutzen, um sich als Politiker zu positionieren, der das Spiel Putins versteht und der es selbst zu verhindern gewusst hätte.»

    Donald Trumps Lob auf Wladimir Putin wird wohl ohne Konsequenzen bleiben

    Einen Gefallen hat sich Trump mit seinem Interview jedoch nicht getan: «Bei demokratischen Wählern wird Trump – wie immer – keine Punkte holen. Auch in der eigenen Partei wird sein Lob für Putin für Kopfschütteln sorgen, allerdings vor allem bei Traditionalisten.»

    Und obwohl Trump bei den Republikanern weiterhin beliebt ist, stellt die Expertin klar: «Die jüngste Umfrage der CNN hat gezeigt, dass nur die Hälfte der Republikaner eine erneute Kandidatur Trumps unterstützen würden.»

    Was halten Sie von Donald Trumps Interview?

    Trotz Empörung über seine Äusserung werden diese wohl wirkungslos bleiben: «Trump wird mit seiner Aussage keinen Einfluss auf die Entscheidung Bidens haben – das ist aber auch nicht sein Ziel. Trump geht es um die Kommunikation mit seinen Wählern und seiner Partei; gegenüber beiden will er sich als Machtpolitiker positionieren.»

    Wird sich der amtierende US-Präsident Joe Biden zum Eklat seines Amtsvorgängers äussern? Die Expertin ist überzeugt: «Es wäre ein Zeichen der Schwäche». Sie erklärt: «Joe Biden dürfte seine Prioritäten richtig setzen und sich auf die relevanten Entscheidungsträger konzentrieren.»

    Kommentare

    Weiterlesen

    1'319 Interaktionen
    In der Ostukraine
    a
    44 Interaktionen
    «Friedenstruppen»
    2'026 Interaktionen
    US-Sanktionen

    MEHR IN NEWS

    Winterthur
    Winterthur
    Worldskills
    5 Interaktionen
    In Shanghai
    Blocher
    1'042 Interaktionen
    Neutralität
    Thun
    Thun

    MEHR WLADIMIR PUTIN

    Wladimir Putin
    882 Interaktionen
    Drohne in Leipzig
    Donald Trump Wladimir Putin
    179 Interaktionen
    Nach Ukraine-Angriff
    Wladimir Putin
    59 Interaktionen
    3 Jahre verschwunden
    Wladimir Putin
    78 Interaktionen
    Telegram-Panne

    MEHR AUS USA

    Johann Wadephul
    11 Interaktionen
    New York
    Donald Trump
    2 Interaktionen
    Washington
    waltz
    1 Interaktionen
    Washington
    2 Interaktionen
    Washington