Vogelgrippe

    Vogelgrippe: Erster Mensch stirbt an seltener Variante

    Juli Rutsch
    Juli Rutsch

    USA,

    Der erste Mensch weltweit stirbt an einer seltenen Variante der Vogelgrippe in den USA. Der Mann mit Vorerkrankungen kam wegen Grippesymptomen ins Krankenhaus.

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    Ein Hühnerhalter aus den USA ist an einer seltenen Variante der Vogelgrippe verstorben. - Julian Stratenschulte/dpa

    Ein Mann aus Washington, USA, ist als erster Mensch weltweit an einer ungewöhnlichen Variante der Vogelgrippe gestorben. Die Gesundheitsbehörden haben alle Kontaktpersonen unter Beobachtung.

    Der Patient lebte im Grays Harbor County im US-Bundesstaat Washington und hatte laut Behörden Kontakt zu Hausgeflügel. Wie der «Deutschlandfunk» berichtet, wiesen Untersuchungen das Virus mit der Bezeichnung H5N5 nach.

    Bisher war diese Variante vor allem bei Vögeln und einigen Säugetieren festgestellt worden.

    Welche Symptome löste die seltene Variante aus?

    Symptome wie hohes Fieber, Verwirrtheit und Atemnot traten rasch auf. Der Mann galt als älter, litt unter Vorerkrankungen und wurde im Krankenhaus behandelt.

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    Die Vogelgrippe stellt ein ernstes Problem dar. - Depositphotos

    Die Behörden teilten mit, dass bislang keine weiteren Infektionen beim Menschen nachgewiesen wurden, so «RND».

    Vogelgrippe H5N5 erstmals beim Menschen

    Bislang trat H5N5 vor allem bei Tieren in Nordamerika auf. Der Subtyp ist laut Experten nicht als gefährlicher für Menschen einzustufen als der bereits bekannte H5N1-Stamm.

    Dieser war in den vergangenen Jahren für mehrere Infektionen verantwortlich, so der «Deutschlandfunk». Laut US-Gesundheitsbehörden war der Kontakt zu infiziertem Geflügel oder deren Umgebung die wahrscheinlichste Infektionsquelle.

    Das zuständige Gesundheitsministerium in Washington teilte mit, dass alle Kontaktpersonen des Verstorbenen auf das Virus getestet werden: Bislang gebe es keine Hinweise auf eine Übertragung von Mensch zu Mensch. Auch das Robert Koch-Institut stuft das Risiko für die allgemeine Bevölkerung weiterhin als niedrig ein.

    Strenge Überwachung und Schutzmassnahmen

    Die ungewöhnliche Infektion sorgt weltweit für Aufmerksamkeit, vor allem bei Tierärzten und Beschäftigten in der Landwirtschaft. Gesundheitsexperten raten weiterhin, kranke oder tote Vögel keinesfalls zu berühren und Hygienevorschriften strikt einzuhalten.

    Eine Impfung gegen Vogelgrippe wird laut Robert Koch-Institut aktuell nicht empfohlen.

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