Erstmals Vogelgrippe bei Kuh ausserhalb der USA nachgewiesen
Das Vogelgrippe-Virus ist erstmals ausserhalb der USA bei einer Kuh nachgewiesen worden. In den Niederlanden wurden in der Milch einer Kuh Antikörper gegen den Erreger festgestellt, wie aus einem Schreiben der niederländischen Agrarministerin an das Parlament hervorgeht.

Laut einem Bericht des Fachmagazins «Science» war auf einem Milchvieh-Betrieb in der niederländischen Provinz Friesland eine Katze an dem Vogelgrippe-Virus H5N1 gestorben. Danach seien Blut und Milch dortiger Kühe untersucht worden. Eine Kuh hatte demnach Antikörper in ihrer Milch. Antikörper entstehen während einer Infektion durch die Immunantwort des Körpers.
Das Virus selbst wurde nicht mehr nachgewiesen, wie es hiess. Es gebe auch keine Hinweise auf eine Verbreitung in anderen Haltungen. Die Milch sei wegen gesundheitlicher Probleme der Kuh nicht verarbeitet worden.
Wie sich die Katze und die Kuh angesteckt haben, war unklar. Dem deutschen Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) bei Greifswald im deutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern war bislang kein anderer entsprechender Fall ausserhalb der USA bekannt, wie das Institut auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte
Laut FLI könnte der Erreger durch Kontakt mit infizierten Vögeln weitergegeben worden sein, oder über kontaminierten Kot, Futter, Wasser oder Melkgeschirr. Das Risiko dafür sei in Gebieten mit Vogelgrippe-Ausbrüchen erhöht.
Auch in der Schweiz geht die Vogelgrippe um. Seit Anfang November 2025 wurden mehrere Fälle nachgewiesen, wie aus Angaben des Bundesamtes für Landwirtschaft und Veterinärwesen (BLV) hervorgeht – allerdings ausschliesslich bei Vogelarten.










