Donald Trump drohte in einem Brief die Zahlungen an die WHO zu stoppen. Die Vereinten Nationen vermeiden eine direkte Reaktion darauf.
Donald Trump
Die Vereinten Nationen haben eine direkte Reaktion auf die Drohung von US-Präsident Donald Trump zum endgültigen Zahlungsstopp an die Weltgesundheitsorganisation WHO vermieden. - sda - KEYSTONE/AP/Evan Vucci

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Vereinten Nationen vermeiden eine direkte Antwort auf Donald Trumps WHO-Drohbrief.
  • Im Brief ruft Trump die WHO dazu auf, «wesentliche Verbesserungen» vorzunehmen.
  • Sollte die WHO seine Frist von 30 Tagen nicht einhalten, werde er Zahlungen einstellen.

Die Vereinten Nationen (UN) vermieden es, direkt auf Donald Trumps Drohungen gegenüber der WHO zu reagieren. Präsident Trump drohte der Weltgesundheitsorganisation WHO einen endgültigen Zahlungsstopp an.

«Alle Antworten auf die aufgeworfenen Fragen sind in den Bemerkungen des Generalsekretärs gestern bei der WHO-Jahresversammlung zu finden. Ich habe wirklich nichts hinzuzufügen», sagte Sprecher Stéphane Dujarric am Dienstag in New York.

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UN-Chef António Guterres hatte die WHO in seiner Botschaft am Montag als «unersetzbar» bezeichnet. Er bekräftigte auch, dass nach Überwindung der Pandemie erörtert werden müsse, warum das Coronavirus sich so schnell verbreiten konnte. Auch wie es so viel Schaden anrichten konnte, müsse festgestellt werden.

Noch sei die Zeit dafür aber nicht gekommen. Guterres hielt die Rede allerdings vor der Veröffentlichung des Trump-Briefes.

Trump-Brief setzt 30-Tage-Frist

Trump hatte die WHO am Montagabend in einem Brief ultimativ zu «wesentlichen Verbesserungen» innerhalb der kommenden 30 Tage aufgefordert. Ansonsten werde er die US-Zahlungen an die Organisation endgültig einstellen und die Mitgliedschaft der USA in der Organisation überdenken. Was genau Trump fordert, blieb vage. Er macht die Organisation für die hohe Anzahl der Toten in der Coronavirus-Krise mitverantwortlich.

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