Im Iran ist momentan die Lage wegen des Coronavirus besonders gefährlich. Nun bekam das Nahostland ganz unerwartet vom Erzrivalen USA Hilfe angeboten.
Covid-19
In zahlreichen iranischen Provinzen sind die Freitagsgebete wegen des Coronavirus abgesagt worden. Schulen, Universitäten, Kinos und Konzertsäle sind geschlossen und viele Iraner tragen in der Öffentlichkeit Masken und Handschuhe. - sda - KEYSTONE/AP/Vahid Salemi
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Das Wichtigste in Kürze

  • Ganz unerwartet: Die USA bieten dem Iran Hilfe in der Bekämpfung des Coronavirus an.
  • US-Aussenminister Mike Pompeo rief zu Transparenz und Kooperation auf.
  • Vermittelt wurde das Hilfsangebot über die Schweiz.

Ungeachtet der internationalen Spannungen hat die Regierung von US-Präsident Donald Trump dem Iran Hilfe bei der Bekämpfung des Coronavirus angeboten. US-Aussenminister Mike Pompeo teilte am Freitag mit, die USA stünden dem iranischen Volk in der Gesundheitskrise zur Seite. Die US-Regierung habe das Angebot zur Unterstützung den iranischen Behörden formell über die Schweizer Regierung zukommen lassen.

Ruhe nach den Spannungen

Washington und Teheran unterhalten keine diplomatischen Beziehungen. Nach der gezielten Tötung des iranischen Generals Ghassem Soleimani hatte Anfang des Jahres weltweit Sorge geherrscht. Es wurde sogar spekuliert, dass es zum Krieg kommen könnte. Die USA haben scharfe Wirtschaftssanktionen gegen den Iran verhängt.

Qasem Soleimani
Der iranische General Ghassem Qasem Soleimani wurde bei einem Raketenangriff der USA getötet. - dpa

Pompeo rief den Iran dazu auf, «vollständig und transparent» mit internationalen Hilfs- und Gesundheitsorganisationen zusammenzuarbeiten. Er verwies zugleich darauf, dass gewisse Spenden für den Iran etwa in Form von Medikamenten von den US-Sanktionen ausgenommen seien. Auf Twitter teilte Pompeo mit, er sei zutiefst besorgt über die Ausbreitung des Virus im Iran. Der Iran ist schwer vom Coronavirus betroffen.

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