Trump verklagt JPMorgan auf 5 Milliarden Dollar
Donald Trump verlangt von JPMorgan Schadenersatz in Höhe von 5 Milliarden Dollar wegen angeblich politischer Kontoschliessungen nach dem Kapitolsturm 2021.

US-Präsident Donald Trump hat eine Klage gegen JPMorgan Chase eingereicht und fordert mindestens 5 Milliarden Dollar Schadenersatz. Der Vorwurf lautet auf politisch motiviertes «Debanking», wie «Bloomberg» berichtet.
Die Klage richtet sich sowohl gegen die grösste US-Bank als auch persönlich gegen CEO Jamie Dimon. Trump wirft dem Institut vor, seine Konten im Februar 2021 geschlossen zu haben.
Die Bank kündigte die Geschäftsbeziehung rund sieben Wochen nach dem Kapitolsturm. Laut «NPR» erhielt Trump am 19. Februar 2021 die Mitteilung über die Kontoschliessungen.
Vorwurf der schwarzen Liste
Die Frist bis zur endgültigen Schliessung betrug lediglich 60 Tage. Trump und seine Unternehmen mussten demnach in kürzester Zeit neue Bankverbindungen suchen.
Die Klageschrift behauptet, JPMorgan habe Trump auf eine schwarze Liste gesetzt. Diese soll für bundesregulierte Banken zugänglich sein, berichtet «CBS News».
Trump war seit Jahrzehnten Kunde bei JPMorgan Chase gewesen. Nach Angaben seiner Anwälte wickelte er Hunderte Millionen Dollar über die Bank ab.
Bank weist Vorwürfe zurück
JPMorgan wies die Vorwürfe entschieden zurück und erklärte gegenüber «CNBC», Konten nicht aus politischen Gründen zu schliessen. Die Bank betonte, Konten würden geschlossen, wenn sie rechtliche oder regulatorische Risiken darstellten.

CEO Jamie Dimon hatte zuvor vor Abgeordneten erklärt, die Bank diskriminiere niemanden aufgrund politischer Überzeugungen. Gleichzeitig räumte er ein, dass strenge Regulierungen zu Kontenschliessungen führen könnten.
Weitere Klagen geplant
Die Klage erfolgte zeitgleich mit dem Weltwirtschaftsforum in Davos, wo beide Seiten anwesend waren. Dimon hatte dort Trumps Immigrationspolitik öffentlich kritisiert, wie «Euronews» berichtete.
Die Klage gegen JPMorgan ist nicht die erste dieser Art für Trump. Die Trump Organization verklagte bereits Capital One wegen ähnlicher Vorwürfe, schreibt «Al Jazeera».
Trumps Anwalt Alejandro Brito vertritt ihn auch in Verleumdungsklagen gegen Medienunternehmen. Diese Klagen summieren sich auf insgesamt 35 Milliarden Dollar Schadenersatzforderung.
















