Donald Trump

    Trump-Regierung beschaffte heimlich Reporter-Daten

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    USA,

    In der Amtszeit des früheren Präsidenten Donald Trump hat sich die Regierung laut einem Bericht heimlich Telefondaten über Russland von drei Reporter beschafft.

    Donald Trump
    Der frühere Präsident Donald Trump. (Archivbild) Foto: Gerald Herbert/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die US-Regierung hat sich Telefondaten von drei Reportern beschafft.
    • Diese haben während Trumps Amtszeit über Russlands Rolle im Wahlkampf 2016 berichtet.
    • Das US-Justizministerium hat dies den Journalisten nun in separaten Briefen mitgeteilt.

    Bei der US-Präsidentschaftswahl 2016 hatte Russland nach Überzeugung der US-Sicherheitsbehörden zugunsten Donald Trumps interveniert. Die Berichte darüber waren Trump offenbar mehr als ein Dorn im Auge.

    In der Amtszeit von Trump hat sich die US-Regierung heimlich Telefondaten von drei Reportern der renommierten Zeitung beschafft. Dies geht aus einem Bericht der «Washington Post» hervor.

    Die Journalisten hätten in den ersten Monaten der Trump-Regierung über Russlands Rolle im Wahlkampf 2016 berichtet. Das schrieb das Blatt am Samstag. Das Justizministerium habe damals auch versucht, deren E-Mail-Daten zu bekommen. Der Republikaner Trump hatte sich in der Wahl 2016 gegen die demokratische Gegenkandidatin Hillary Clinton durchgesetzt.

    Hillary Clinton donald trump
    Hillary Clinton und Donald Trump geben sich 2016 an einem TV-Duell die Hand. (Archivbild) - dpa

    Das US-Justizministerium hat Telefondaten aus dem Zeitraum zwischen dem 15. April und dem 31. Juli 2017 erhalten. Dies wurde den Journalisten nach dem Machtwechsel im Weissen Haus nun in separaten Briefen mitgeteilt.

    In den Schreiben seien sowohl dienstliche als auch private Anschlüsse sowie Mobilfunknummern aufgelistet worden. Ein Grund dafür sei nicht genannt worden. Einer der betreffenden Reporter arbeite inzwischen nicht mehr für die «Washington Post». Trump verlor die Präsidentschaftswahl 2020 gegen den Demokraten Joe Biden klar.

    Chefredakteur zeigt sich beunruhigt

    Chefredakteur Cameron Barr erklärte zu der Bespitzelung: «Wir sind zutiefst beunruhigt über diese Anwendung von Regierungsmacht, um Zugang zu der Kommunikation von Journalisten zu erhalten.» Zugleich forderte er vom Ministerium umgehende Aufklärung über die Gründe dieses Eingriffs in die von der Verfassung geschützte journalistische Tätigkeit.

    Bei der Wahl 2016 hatte Russland nach Überzeugung der US-Sicherheitsbehörden zugunsten Trumps interveniert, um Clinton auszubremsen. Ein Sonderermittler untersuchte später mögliche illegale Absprachen zwischen Russland und Trumps Team. Dafür gab es keine ausreichenden Hinweise. Ermittler Robert Mueller schloss aber eine Behinderung der Ermittlungen der Justiz durch Trump nicht aus.

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