Trump gewinnt Zeit im Streit um Dokumentenfreigabe zu Kapitol-Attacke

    Keystone-SDA
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    USA,

    Das Nationalarchiv muss Dokumente zum Kapitol-Sturm nicht herausgeben. Ein Gericht hat einen Eilantrag Trumps zugestimmt.

    ARCHIV - Donald Trump, ehemaliger Präsident der USA, nimmt im Rosengarten des Weissen Hauses an einer Pressekonferenz zu den Massnahmen seiner Regierung gegen die Corona-Pandemie teil. Foto: Evan Vucci/AP/dpa
    ARCHIV - Donald Trump, ehemaliger Präsident der USA, nimmt im Rosengarten des Weissen Hauses an einer Pressekonferenz zu den Massnahmen seiner Regierung gegen die Corona-Pandemie teil. Foto: Evan Vucci/AP/dpa - sda - Keystone/AP/Evan Vucci

    Das Wichtigste in Kürze

    • Donald Trump erreicht einen Sieg vor den Kapitol-Verhandlungen.
    • Das Nationalarchiv muss die Dokumente nicht freigeben.
    • Die endgültige Verhandlung findet aber erst noch statt.

    Im Rechtsstreit um die Herausgabe von Dokumenten für die Aufarbeitung der Erstürmung des Kapitols hat der frühere US-Präsident Donald Trump vor Gericht in letzter Minute einen kurzfristigen Aufschub erwirkt.

    Einen Tag bevor die Dokumente aus seiner Zeit im Weissen Haus an einen Untersuchungsausschuss des Repräsentantenhauses übergeben werden sollten, stimmte ein Bundesgericht in Washington am Donnerstag einem Eilantrag Trumps zu.

    kapitol sturm
    Die Bilder gingen in die Geschichte ein: Anhänger von Ex-Präsident Donald Trump beim Angriff auf das US-Kapitol am 6. Januar 2021. - dpa-infocom GmbH

    Infolge der einstweiligen Verfügung des Gerichts ist es dem Nationalarchiv nun zunächst verboten, die Dokumente an den Kongress zu übergeben. Das Gericht betonte, der Aufschub dürfe «in keiner Weise» als Entscheidung in der Sache missverstanden werden. Der Fall soll nun am 30. November verhandelt werden.

    Trump will erreichen, dass die Dokumente aus seiner Regierungszeit mit Bezug auf die Kapitol-Attacke im Januar geheim bleiben. Damit ist er vor Gericht bislang gescheitert – zuletzt am Dienstag vor dem gleichen Bundesgericht in Washington. Trumps Anwälte stellten daraufhin am Donnerstag einen Eilantrag, um Zeit zu gewinnen.

    Trump pocht auf das sogenannte Exekutivprivileg. Dabei handelt es sich um das Vorrecht des Präsidenten, dem Kongress oder Gerichten gewisse Informationen vorzuenthalten. Das Gericht erklärte am Dienstag jedoch, das Exekutivprivileg bestehe, um die Regierung zu schützen und nicht eine einzelne Person, die zudem gar nicht mehr Präsident sei.

    Biden Italy G20 Summit
    US-Präsident Joe Biden, der Nachfolger von Donald Trump. - keystone

    Das Weisse Haus hat bereits angekündigt, dass Trumps Nachfolger Joe Biden die Weitergabe von Dokumenten aus dem Nationalarchiv nicht stoppen werde.

    Anhänger Trumps hatten am 6. Januar den Sitz des US-Kongresses erstürmt, wobei fünf Menschen ums Leben kamen, darunter ein Polizist. Trump musste sich wegen des Angriffs einem Amtsenthebungsverfahren stellen, weil er seine Anhänger zuvor in einer Rede aufgestachelt hatte. Am Ende des Verfahrens wurde er jedoch freigesprochen.

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