Sprecherin von Donald Trump vorab: «Es werden Schüsse abgefeuert»
Die Sprecherin von Donald Trump, Karoline Leavitt, sprach Stunden vor dem Gala-Dinner von «Schüssen» im Saal – Verschwörungstheoretiker deshalb völlig durch.
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Das Wichtigste in Kürze
- Karoline Leavitt sprach Stunden vor dem Angriff im TV von «Schüssen» im Saal.
- Verschwörungstheoretiker wittern eine inszenierte Aktion des Weissen Hauses.
- Tatsächlich beschrieb die Trump-Sprecherin aber eine bildhafte Floskel über Trumps Rede.
Die Bilder vom chaotischen Gala-Dinner im Weissen Haus haben sich noch nicht einmal gesetzt. Doch das Internet liefert bereits seine eigene Version der Geschehnisse. Im Zentrum steht die Sprecherin von Donald Trump: Karoline Leavitt (28).
Wenige Stunden vor dem Moment, als ein Schütze den Event mit Donald Trump stürmte, hatte sie in einem Interview bei «Fox News» einen Satz fallen lassen, den nun unzählige Trump-Gegner und Verschwörungstheoretiker als düstere Vorankündigung interpretieren.
Im Originalwortlaut sagte Leavitt: «Es wird lustig, es wird unterhaltsam. Es werden heute Nacht ein paar Schüsse in diesem Raum abgefeuert. Darum sollte jeder einschalten, es wird wirklich grossartig.»
Im englischen Original sagte sie: «A few shots will be fired in that room». Was bei nüchterner Betrachtung eine bildhafte Floskel ist, klingt in den Ohren mancher Zuschauer plötzlich nach Drehbuch.
Unzählige Verschwörer-Kommentare gegen Donald Trump
Unter einem Instagram-Video des Interviews ist die Hölle los. «Ich wusste, dass es inszeniert war», schreibt jemand. Ein anderer kommentiert: «Sie hat den Plan verraten, bevor die eigentliche Tat passiert ist.» Wieder andere meinen, Leavitt habe «einen kleinen Vorgeschmack auf den Film gegeben» oder gar einen «Spoiler» geliefert.
Manche Nutzer wollen sogar im Verhalten der Sprecherin einen Hinweis erkennen: «Wollten Karoline und ihr Mann das Spiel verraten? Steht sie kurz vor dem Rauswurf und streut auf dem Weg nach draussen Hinweise? Es kommt einem komisch vor, dass auch ihr Mann dem Reporter erzählt hat, dass etwas bevorsteht», fragt eine Nutzerin.

Andere deuten Leavitts Lächeln als Geständnis: «Jede Erklärung ist ein Geständnis.» Auch deutlich gröbere Geschütze werden aufgefahren. Ein Kommentator schreibt, das Ganze sei «ein weiterer Versuch, ihn als Opfer und Held darzustellen».
Ein anderer setzt nach: «Das ist alles inszeniert, reines Theater, um Trumps furchtbare Entscheidungen der letzten Zeit zu kaschieren – absolut lächerlich!»
Was Leavitt wirklich gemeint hatte
Tatsächlich entpuppt sich der Satz bei genauerem Hinsehen schnell als typische US-Phrase. Der Reporter hatte Leavitt mit den Worten «He is ready to rumble, is he not?» (sinngemäss: «Er ist bereit, loszupoltern, oder?») nach der anstehende Rede von Donald Trump gefragt.
Leavitt antwortete mit der gängigen Redewendung «taking shots». Im Englischen bedeutet dies, dass jemand verbal austeilt. Übersetzt also: Trump werde in seiner Rede ordentlich austeilen.
Kurioser Zufall – nicht mehr und nicht weniger.
Wenige Stunden später durchbrach allerdings der bewaffnete Angreifer Cole Tomas Allen (31) die Sicherheitskontrollen. Er gab Schüsse auf einen Polizisten ab und wurde überwältigt.
Damit war aus der Floskel über Nacht der vielleicht meistgeteilte Satz des Wochenendes geworden. Für die Verschwörer im Netz war das natürlich perfekte Munition.





















